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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
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228
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228 Des Adelichen

Item/Röche Csrallen/Krebs-Augen / (wann sievon blauen Krebsen kommen/ sind sie noch besser) jedesein Loth/ eine halbe Mußcat-Nuß/ Candel-Zucker/ soviel beliebig/ untereinander gemischt / und z. Messer-spitzen davon genommen.

4Z. Ein bewahrt Mittel/zur Starckung desMa,gens. Negelein-Oel/ Muscaten-Oel/Mastix-Oel/undQuitten-Oel/jedes gleich viel / untereinander / inein klein Schaliein heiß gemacht/alsdann denMagen/das Hertz-Grüblein/ wie auch unter den Brüsten/ab-sonderlich unter der rechten Brust / warm darmit ge-schmieret; Auch ein Schnitt Rocken-Brod gebaher/mit Negelein und Mußcat bestreuet/ über dein Magengelegt; Wann das Brod hart wird/mit Hertz-Car-funckel-Wasser angespritzt/ solches wieder heiß gema-chet/ tind das offt wiederhohlr. Es stärcket den Magenvortrefflich /. ist auch'gut vor das Drucken des Ma-gens.

44. Vor die Aengstigung und Aufsteigung derMiltz. Ein gerechtes Schwalben-Wassermit Bieber-gaill gebrandt/wann einein die Aengsten aufsteigen/ al-lezeit einen Löffel voll davon genommen/vertreibet dieSchwermuth.Wer die Biebergail nicht gedulten kan/maa sich des Schwalben-Wafstrs allein bedienen.

Item / nimm zu Nachts beym Schlaffengehen/Franckfurter Pillulen in Bier oder Wein ein / desMorgens darauf ein Fleisch-Suppen/ mit ein wenigBrod genossen / und gleich darauf ein halb SeidleinLöffel-Kraut-Wein gerruncken / solches ist dem Miltzsehr nutzlich/und führet das Unreine hintveg.

Item/ Tannen-Pech aufein Leder gestrichen/undauf das Miltz geleger.

45. Oberbein. Die Oberbein zu vertreiben, kcci.

pe Olib. unc. unsin A-Izliicbis unc. quincz. Lcrutlsunc. sex, Vivi unc. todte dieses^uecksilber/

das andere stoß/misch mit Rheinberger-Schmeer /und reibe das Oberbein bey einem warmen Ofenstarck darmit / ohngeacht / ob es schon wehe thut.Nimm dreyßig Mayen-Würmer/ und darzu ohnge-fehr ein viertel Pfund Butter/ so alt mans habenkan / darinnen die Mayen - Würnler/ biß es gar zu ei-ner Salbe wird / durcheinander mit einem Mes-ser geschlagen / und das Oberbein / so weit es sich er-strecket/ aber nicht weiter / auf das allerdünneste^ damit bestrichen Morgens und Abends. Man mußaber dasselbe/wann der Mond voll ist / und jetzo wie-. der abnimmt/zu salbenanfangen/und allemahl dieSalbe rein wieder abschaben/so wird dieselbe mitGOt-tes Hülffe im Abgang des Monds das Oberbein weg-fressen/ und darnach gleicher Gestalt wieder aufgestri-chen/in dem Zunehmen des Monds wiederum zuhey-len. Im Aufnehmen der Würmer muß man sich be-fleißen/daß dieselbe mit blossen Handen nicht angegrif-fen/ sondern etwann an einen Zwirn-Faden gebun-den/ und aufgehoben werden / sonst taugen sie nicht.Item/eine Bley-Kugel breit/ und dünn geschlagen /und über das Oberbein etwas festgebunden / und eineZeitlang darüber Tag und Nacht getragen/ so verge-het es.

46. Ohren-Stechen. Darwider dienet ein halbSeiden-Hafelein/halb mit dürren Holler/ und halb

nd- und Fe!d-Leben6

mit Wein-Eßig angefüllt/solang als weiche Eyer sie-den lassen/ hernach den Dunst davon lassen in dasOhrgehen. So der^chmertzen nicht aufhörete/kan manden Holler zwischen einem Tüchlein warm auf dasOhr/ daß es biß an den Schlaff gehe / legen. Hilfftgewiß.

46 .Rothlauff.So mandasRothlauffe/und zwar daserste mahl hat/so nehme man einungenetztes Tuch/wie es von dem Weber-Stuhl kommt / leg oder wickekdas Orch/wo dasRothlauffe ist/damit ein/laß so langdarüber / biß das Rothlauffen allerdings vergangen.Dann grabe das Tuch selber in die Erden an einem sol-chen Weeg/ den du dein Leben-lang nicht mehr gehest/so wirst du das gemeldtete Rothlauffen nicht mehrbekommen. Oder wann mans das erste mahl hat /nimme die Gall von einem Karpffen/ doch daß sie nochin kein Wasser gekommen / schmiere das Orth damit/wo das Rothlauffen/eshilffr gewiß/daß man selbigesnicht mehr bekommt. Item vor das Rothlauff/Nachtschatten-und Willa - Blatter / von jeden einesübergelegt/und gebunden. Oderroth-Korn-Blumen-Wasser/ übergeschlagen/ löschet die Hitz desRoth-lauffs. Dieses Wasser kühlet auch die Leber/und magohne Sorg gleichfalls in hitzenFiebern getruncken wer-den.

Wider die Ruhr und Durchbruch. Thue heißenAschen in den Nachtstuhl/ laß den Patienten sich darü-ber setzen/ so offt es »hn treibet. Item/ nimm von einemRocken-Laib - Brod die obere Rinden gantz herab /schneide die Brosam heraus/daß gleichsam ein Deckelwird / zerklopffe drey Eyer / rühr eine Muscatnuß /samt ein Händlein voll Chamillen/ beedes zerrieben /darein/ streiche es in dasBrod/ halte solches zumFeuer/laß trocknen. Dann lege es über den Bauch. Wannes dörr/spritze es mir rothem Wein an/ legs ferner ü-ber. Hilfft gewiß. Oder zerreib ein Platzlein l'errarühre etwas Theriac darunter/streiche es aufein Tüchlein/legs so heiß als zu erleiden aufdenNabel.Item/ zerklopffe einen Eyer-Dotter/ reib eineMuscat-nuß hinein/rühr einenLöffelMeel darunter / sormirswie ein klein Lmblem/ laß auf einem warmen Herdt ba-then/ dann legs in das Bier. Ist so wol grossenPer-sonen/ als Kindern zu gebrauchen/starcket denMagen/und hilfft vor den Durchbruch. Oder vermenge Ler-chen-und Spercken-Koth/ gieb einem Kind davonnüchtern zuessen.

47 .Rippen. Vor alle Kranckheiten der Rippen undSeiren/ lassen etliche die Median-oderLeber-Ader/amrechten Arm an den Händen/obs aber allezeit gut seye/das laß ich sie verantworten. Wenn von Schlagen /oder Fallen eine Rippe geknicket ist/ der trincke Baum-Oel im warmenBier/ das zertreibet alles böse Geblüt/beyler aus denKnochen heraus. Schmiere dich aussenüber dem 1.0 co sffcKo mit Lorbeer-Oel/ man muß sichaber fein stille halten/und sich nicht sehr bewegen. Waneiner auf die Rippen gefallen/ und nicht Athc m Holsien -kan; Der nehme ein frisch Ey/ rühr es in einem Töpff--lein in einem scharffen Wein-Essig/ der warm gemachtist/ thue Zucker und Hönig darunter / daß es ein weniglieblich zu gebrauchen wird/mengeRhabarbara kiemzerstossen / Bocks-Blut und Bcins'-Bruch darunter /

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