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benen hohen und weiten Gängen fand man sehr altesBergmannsgeräthe, steinerne Lampen, worin Talg ge-schmolzen, hölzerne Brechgeräthe mit kupfernen und eiser-nen Spitzen, und hölzerne Schaufeln, welche an die vonTacitus erwähnte Armuth an Eisen erinnern, und in denSchachten fand man gänzlich vermoderte Leiterbalken ausschweren Eichenstämmen. — Kaiser Heinrich IV. schenktedie Bergwerke im Lüderich an die Abtei Siegburg. DerAbt übertrug sie im Jahr 1249 an kölnische Kaufleute.Zu Albrecht Magnus Zeit waren die Bergwerke noch ineifrigem Betneb und lieferten Blei, Zinn und Kupfer.Die Blende wurde damals nicht geachtet und als Schuttausgeräumt. Seit einigen Jahren hat man begonnen,diese Blende zu Zink hervorzusuchen. Der obenerwähnteBlutbach, der sogenannte Nothbach, welcher an der Ost-seite des Lüderichs hervorquillt und oft ganz blutroth ge-färbt ist, zeugt von Eisengehalt des Berges. Gegenwar-tig ist die früher erwähnte Bergbau-Gesellschaft mit derDurchforschung der längst aufgebenen Erzschicht? beschäf-tigt. — Oestlich und südlich vom Lüdrich reihen sich frucht-bare Hochebenen an die steinigten Waldrücken. So dieFluren des hochgelegenen Dörfchens Bleifeld mit 100Einwohnern, das wahrscheinlich von dem früher hier ge-wonnenen Erze seinen Namen führt; die Weiler Noden-bach, Boddert, Löderich, Brüngsbach, Schlehhecken, Stöcken:c. Das Dörfchen Lughausen, Volberg gegenüber auf freierBergeShöhe mit etwa 200 Einw. erfreut sich besonderseiner fruchtbaren Lage. Ergiebige Felder und reiche Obst-höfe wechseln dort mit Wiesenthälern und Waldstreifen.Ein liemlioläus, miles ä«z I^uAelmsen wird im 1.1260Mannt; doch findet sich sonst keine Spur eines dortigenEdelhofes. Bei dem nahegelegenen Weiler Kupfersiefenwurde früher Kupfererz gewonnen. An vielen Stellenfindet man noch die Spuren des längst aufgegebenen Berg-baues. Die ^Dörfchen Menzlingen und Nambrücken, dieWeiler Steg, GöMshof, Mönchenberg und Oberschönrathauf dem östlichen ufer der Sülze überschauen das freund-liche Thal von Rösrath, welches eine der schönsten Land-schaften unseres Kreises bildet. Das oben erwähnte von