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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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gewöhnlich Amtmanns-Scherven genannt, in engem Wie-senthale am Scherffbache. Im I. 1830 wurde das mit-telalterliche Burggebäude bis auf einen Thurn abgebrochenund durch eine schlichte Pachterwohnung ersetzt. Lambertvon Scherve wird im 1.1216 und Otto miles 8ekerveim I. 1264 genannt. Eine Petronella von Scherven warim I. 1306 Äbtissin des St. Klaraklosters in Köln. Seitdem 16. Jahrh, waren die Freiherren von Steinen Be-sitzer von Scherven. Die waren gewöhnlich Amtmännervon Myselohn und Eigenthümer der Rittergüter Burre-koven, Lehrbach, Mplenforst, Bernsau, Vernich, Wilden-bürg ?c. Zu demNittersitze gehörte der Zehnten in Ober-odenthal und die Fischerei im Scherffbache. Im 1.1771kam das Lehen an Karolina von Steinen, Tochter deSNieolaus Wolfgang, welche sich mit dem Freiherrn FranzKarl von Forstmeister zu Gelnhausen vermählte, dessenTochter es dem Freiherr» von Weichs - Man zubrachte.Der Nittersitz Hortenbach, wovon im I. 1160 schon einNitter Adolf von Hortenbach genannt ist, wurde schonfrüh mit den Gütern der Herrschaft Odenthal vereinigt.Der Nittersitz Scharrenberg in Unterodenthal beiHoferhöfwurde nebst dortiger Mühle im J. 1278 durch den GrafenAdolf von Berg von dem Nitter zu Linensiefen angekauft.Ton einer Burg zu Erberich unweit Altenberg finden sichblos Spuren von Gräben und Mauerwerk, jedoch keineNachrichten. Das Schloß, welches unserm Lande undseinem Fürstengeschlechte den Namen gab, lag Stundeoberhalb Odenthal auf schroffem von Wald bewachsenemFelSkegel dicht am Dhünbache. Noch zeugen seine über-wachsenen Trümmer von'ehemaliger Größe. JmJ. UMwird es urkundlich zuerst erwähnt als Wohnung Adolfsdes Vogts vom Berge. Im I. 1001 wird dessen gleich-namiger Sohn zuerst als Graf vom Berge genannt. ImI. 1133 wurde dies Stammschloß der Bergischen Grafen,der Ahnen unseres erhabenen Köniqshauses, von den Brü-dern Adolf und Eberhard in ein Ästerzkloster umgestaltet.Doch die unbequeme steile Lage veranlaßte den Konvent,in dem oberhalb am Dhünbach gelegenen Thale, wo an