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gradcnstiste zu Köln völlige Steuerfreheit f'ir seine Güterzu Merheim. Auch hier griff zur Zeit der Reformationdie neue Lehre ein, indem der Pastor Olivarius gegendas Jahr 1589 das AugSburgische Bekenntniß aufnahm.Doch da dieser bald darauf starb, entfernte sein Nachfol-Heinrich Engel im I. 1585 die Neuerung. Im 30jäh-rigen Kriege wurde die Kirche durch Schweden und Spa-nier mehrmals ausgeplündert. Das Patronat der Kirchehatten früher die Rittergutsbesitzer zu Herl und Schön-rath, im 15. Jahrh, aber der Landesherr und später vieBesitzer des Frohnhofes, jetzt Freiherr von Eltz zu Wahn,Pfarrpatron ist der heil. Gereon. Der erwähnte Frohn-Hof umfaßt beinahe 409 Morgen Ackerland und Wiesen.Der südwärts in der Nähe der frankfurter Straße gele-gene Weiler Oftheim hat 20 Häuser mit 150 Einwoh-nern; die dort nachbarliche Plantage, ein Meierhof demFreiherrn von Geyr gehörig, umfaßt bei 400 MorgenAckerland.
Das Dorf Brück oder Langenbrücken an der Ackerstraße, das seinen Namen von dem Uebergange über denbenachbarten Merheimerbruch leitet, auch noch zur PfarreiMerheim gehörig, besteht aus 127 Häusern mit 820 Einwohnern. Die dortige Marienkapelle, jetzt mit einer Vi-carie unter Merheim verbunden, war ehemals zu einemHospital oder Leprofenhause gehörig, das in der Mitiedes 15. Jahrh, hier gestiftet wurde und dessen Rente»lheils zum Armenvermögen, theils zur Viearie verwandtworden sind. Im 16. Jahrh, bestanden in Brück sehrbedeutende Weißgerbereien und Tuchwebereien. Es warder wohlhabende Ort der Umgegend. Die Einwohnernahmen großentheils schon frühe das augsburgische Be-kenntniß an und traten im 1.1610 zur reformirten Lehreüber. Als aber der Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm denrömischen Gottesdienst wieder einführte, wanderte dergrößte Theil der Einwohner aus und die Gerbereien gin-gen gänzlich unter. Im I. 1773 lebten zu Brück in»5 Wohnhäusern blos 430 Einwohner. Damals bestandauch ein kaiserliches Werbhaus daselbst, welches von ten