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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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werden. Große Landwirthfchaften sind keine vorhanden.Dcr beste Ackerboden ist in den Gemeinden Herkenrathund Dürschcid, wo aber dcr Mangel an fahrbaren Wegenden Werth des Gruudeigenthums vermindert «und die,zweckmäßigere speeulative Bewirthschaftung niederhält. DieObstbaumzucht ist durchgängig wenig gevflegt. Die steinigte, Bodeubeschaffenheit eines großen Theiles der Gemeindenn Dürschcid, Jmmeukeppel undBensberg läßt dort vieKuk-tur dürftig. Die Gemeinde Nefrath hat großentheilst, dürren Sandboden und Brüche, das Grundeigenthum istsehr getheilt und liefert nur spärlichen Ertrag, so daß ein>. großer Theil dcr Einwohner vom Tagelohn lcbcn muß,if der außerhalb gesucht wird. Dcr größte Wohlstand ist inpi den Gemeinden Herkenrath, Dürscheid und Jminenkeppel,gj dessen Erhaltung aber von der Anlage fahrbarer Verkehr-^ Wege bedingt ist, weil die steigende Bodentheilung dieg sorgfältigere Bewirthfchaftuug nothwendig macht. Äußer dem Königsforste sind die Domainengüter größtentheilsan Private veräußert und wie die Rittergüter zersplissen.Die Nittersitze ^itnbach, Sarl und Kippenhausen in 3ief-raib, welche abwechselnd den Familien von Stammheim,Hall, Kessel und Zweissel zugehörten, haben längst ihrelandtagsfäbige Eigenschaft verloren und sind als Bauern-güter bewirthschaftet. So anch Hombach in Herkenrath,das von den gleichnamigen Edlen an die Hcrren vonPfeil gekommen, und jetzt in viele Ackergüter zertheilt ist.Der Herkenratbcr Hof, einst Edelhof der von Steinen istals Bauerngut unter deren Erben getheilt. Das an die-sem Haupthofe gellende Latenrecht wird unten mitgetheiltwerden. Die Kompthurei Herrstrunden und der benach-barte Nittersitz Unterstrunden, welcher den Herren vonZweissel und darauf den kölnischen Patriziern von Wepsenzugehörte, sind als die größten Ackergüter der Gegendbewirthschaftet. So auch das Haus Thal bei Jmmen-kcppel, einst von den Herren von Reuschenberg bewohnt.In der ganzen Bürgermeisterei Bensberg findet sich keineinziger landtagsfähiger Nittersitz mehr. ' Die Gemeinde-gemärken sind sämmtlich getheilt. Die zum Theil in der