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Ende Oktober 1765 der siegreiche Herzog von Malboroughmit andern Großen den Kurfürsten auf Bensberg be-suchte, das neue Schloß aber noch nicht bis zur Wohn-lichkeit gediehen war, so wurden die Gäste in Zelten be-wirtbet. Das große nene L-chloß, welches der Kurfürstim I. 1712 durch Prachtvoile allegorische Deckenfigurenund Gemälde von italischen Meistern'schmücken ließ, dientebiufort zn fürstlichem Aufenthalte. Daß dies herrlicheBauwerk unvollendet geblieben, schuldet weniger die Er-schöpfung der Baumittel, als das Aufgeben des romanti-schen Planes, hier ein KönigshauS beiNhein zu gründen.Obwohl der Änrfürft dein Waidwerk ergeben war, soüberzeugt doch der erste Blick auf seinen Riesenbau, daßderselbe rein bloßes Jagdschloß sein sollte. Ein Hofbeam-ter schrieb nach dein Tode des Kurfürsten in Betreff desSchloßes: „Und haben Jhro Kurfürst!. Durchlaucht DeroKoben Königlichen Sinn durch sothanen Bau dermaßenan den Tag gelegt, daß nur zu betrauern, wie die Despe-ralion Erlauchte Deszendenz zu erlangen, soihanen Planvereitelet u. s. w. —
Seit der Erbauung des neuen Schlosses wurde vonder einmaligen Keilnerei blos eine zur Beamtenwobnunghinreichende Baulichkeit umerbalieu. Es wohnte dort derKellner des Amtes Porz und war zugleich der Sitz deSUntergerichtes, das sich über acht Honschafteu erstreckte,während das Obergericht anfänglich zu Deuz, dann zuPorz, daraufzu Thurn seinen Sitz hatte? und endlich durchWilhelm von Kleve nach Bensberg verlegt wurde. DieAmtmänner, Sclmltheise und Kellner zu Bensberg warenseit dieser Zeit: Wilhelm von Bernsau, zugleich Amtmannvon Steinbach bis 15Z8; Göddert von Vilich zu Groß-berusau bis 1569; Jobst von Eller, zugleich Ämtmannvon Lülsdorf und Löwenburg bis 1566; Johann vomScheidt, genannt Weschpfenning bis 1579; Wvnand vonHeimbach 1585; Heinrich von Hövelich Amtmann undJohann Weierftraß SchultheiS, Kristian von HeimbachKellner bis 1619; drauf Johann von Lnningb bis 16l7,und Lubert von Wendt bis 1624; Gottfried von Borckeu