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Bensberg zur Befreiung rüsteten. Im Christmonat 1295feierte daselbst Adolfs Bruder und Nachfolger, Graf Wil-helm I. vom Berge, früher Propst zu St. Gereon inKöln seine Vermahlung mit Jrmengard von Kleve, beiwelcher Gelegenheit ein Bündniß der Grafen von Berg,Kleve, Mark und Jülich gegen Erzbifchof Siegfried ge-schlossen wurde. Im Unglücksjahre 134ö, als Graf AdolfVIII vom Berge, der damals alterschwache Gründer derStadt Mülheim, zu Bensberg wohnte, und von seinenberrschsüchtigen Söhnen Adolf und Wilhelm belagert wurde,siel ersterer durch Bruderhand im Zweikampfe und Wil-helm wurde durch Adolfs Gefolgmänner verstümmelt, daßer bald darauf starb. Noch hat die Volkssage diese Schauer-that aufbehalten. Die Brüderstraße bei Bensberg solldavon ihren Namen führen.
Nachdem im I. 1362 das Schloß Burg an der Wup-per durch Gräfin Margaretha den Johanuiteru eingeräumtwar, blieb Bensberg lange Zeit fast ausschließlich gräf-liche Hofburg. Im I. 1369 feierte dort Herzog Wilhelmi seine Hochzeit mit Anna von der Pfalz, der SchwesterKaisers Ruprecht. Unter des kriegrischen Adolfs l Ne-gierung (14W—1ä37) war Bensberg Hauptwaffenplatzgegen das Erzstift Köln und überstand mehre Belagerun-gen. Die Wälle waren damals durch Donnerbüchsen (dieersten Pulvergeschütze) vertheidigt, welche Adolf in Straß-burg hatte fertigen lassen und auch an die Stadt Kölnlieh. Adolfs Nachfolger Gerhard, Herzog von Jülich undBerg verlegte seine Residenz von Bensberg nach Lülsdon.Nach einem im J> 1466 zwischen seinem Sohue Adolfund Maria von Kleve errichteten Heirathsvertrage wurdedas schon zerfallende Schloß und das Kellnereigebäude(das heutige alte Schloß) nebst sämmtlichen Einkünftenaus dem Königsforst, und dein Amte Portz Letzterer zumWittum eingeräumt. Diese Einkünfte, Nenteigefälle, Zöllezc. wurden auf 3000 oberländische Gulden angeschlagen.Da der Bräutigam aber bei der Belagerung von Thom-berg frühem Tode erlag, mußte jene Summe aus den iEinkünften des Amts Steinbach noch ergänzt werden.