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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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>< steinfeger und Hebammen, sowie die Wegekosten, Kirchen-bedürfnisse ?e, auch nach Verhältniß des Vermögens er-hoben, gleichviel ob die Besteuerten viel oder wenig odergar keinen Gebrauch machen von Diesem oder Jenem.Änch hierin sollte uns die Anordnung des alten Griechen-lands zum Muster dieuen, wo die Jugend auf gemeinsame Kosten ohne Unterschied des Standes eine für Alle4. gleiche Ausbildung erhielt.

Ein anderer Uebelstand ist die Ueberfüllung unsererSchulen. Ein Lehrer vermag etwa 80, schwerlich aber1VV Kinder mit Erfolge zu unterrichten. Doch kommenin einigen Gemeinden 15» bis 200 Kinder auf EinenLehrer. Die Gemeinde läßt diesen Mangel hingehen, umdas Gehalt für den Lehrergehülfen oder die Erweitcrungs-kosten des Schulgebäudes zu ersparen. Der Lehrer abersieht seine karge Einnahme mit der Zahl der Schüler ver-mehrt und erliegt endlich der Anstrengung für seinen Be-ruf. Dabei ist diese Menge der Kinder an einigen Or-ten in so enge niedrige Räume gepreßt, daß es bei derEntwickelung des Schwarms ein Wunder däucht, wieAlle in dem dumpfen ungesunden Raume zusammenge-drängt werden konnten. Die gesinnungslose Gleichgültigkeitgegen Volksbildung ging früher bei manchen Vorständen soweit, daß, wo das Zusammenpressen der Kinder den Neu-bau oder die Erweiterung eines Schulgebäudes nicht mehrverhüten konnte, Wechseluuterricht und Befreiungen aus-helfen mußten. Aus diesem Grunde war an einigen Ortenoft ein Drittel der schulpflichtigen Kinder dispensirt, unddie Schüler wurden schon vor ihrem 13. Jahre entladen.Ein solches Verfahren der A. K. Kabinetsordre vom 14.

> Mai 1825 gegenüber zu verantworten, mag den Vor-ständen, denen es mit der Volksbildung doch nicht so ganzernst gemeint scheint, überlassen bleiben, uns aber liegt esnahe, die Ueberzeugung auSzusprechen, daß eine allge-meine kräftige Schulbildung auch des Aermsten im Volkeauf diese Weise nicht erzielt werden kann, sofern man denGipfel dieser Bildung nicht auf das Lesen des Katechis-mus und auf die bloße Beruhigung setzt, daß der Schü-