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etwa 1000 Holzschnepfen, 401)0 Rebhühner, 100 wildeEnten, 200 Wasserschnepfen :e. und auf 250 Vogelheerdenwerden in günstigen Jahren etwa S5000 Gebund Kramts-vögel gefangen, wovon vielleicht für 2)00 Rthlr. nachder Stadt verkauft werden. Blos auf das Dorf Forst-bach kommen hiervon 300 bis 500 Thlr. —
Unter Kramtsvögeln begreift man schlechthin alleDrosselarten, die in Deutschland oder n» höherem Nordennisten und als Zugvögel im Frühjahre ihre Brutstellen,im Herbste aber frostfreie Gegenden suchen, auf welcherWanderung Hunderttausende dieser gefiederten Sänger ge-fangen und zur Gaumfreude getödtet werden. Sie tra-gen den Namen von dem Wachholdcrstrauche, der inmehren deutschen Mundarten Kranewed (Grünstrauch) ge-nannt wird, und dessen Leeren, die Vieblingsnahrungdieser Drojielarten, denselben die von Feinschmäckern ge-priesene Würzbaftigkeit ertheilt, während die nämlichenThiere als Wingertsvögel, d. h. so lange sie sich vonWeintrauben oder andern Beeren nähren, minder gesuchtsind. Es sind die Schwarzdrossel oder Merl smeruia)und dieZippdrossel, Singdrossel' oder Pitsche stuixlusmu-sieus)) sowie die Misteldrossel st. visoivoeus), die inDeutschland nisten und den Zug nach Süden zu EndeSeptmbr. in kleinen Gesellschaften eröffnen, dann die Roth-drossel oder der Behmer (t. illiaous), die zu AnfangOktbr. in großen «chaaren vom Erzgebirge und den sla-vischen Gränzländern gleichzeitig mit der wohlgenährtenSeeamsel st, toi-'^uatus) von der Ostseeküste herzieht, undendlich die große Drossel oder der eigentliche Kramtsvogelst. pilaris), der aus Rußlands Steppen kommend denZug beschließt. Viele dieser heimischen und der durchzie-henden Drosseln werden mittelst Reifen gefangen, wo sichdie Vögel in einer über Köderbeeren gespannten Schlingeerwürgen, daher auch das Wort erdrosseln. Die ergie-bigste hier im Kreise heimische Vogelstellern aber ist diedes Vogelheerdes. An einer nach Norden hin freien Wald-stelle lauert der Vogelsteller von angezäunten und in ver-deckten Käfigen zippenden Lockvögeln umgeben in halbun-