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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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de, worauf bald hernach hier eine neue luth. Kirche fiMülheim und Köln entstand, die im I 1714 durch EilWanderung wohlhabender Kaufleute aus Köln crkräflrund zahlreich wurde. Die ref. Gemeinde wurde durBegünstigung des Markgrafen Ernst von Brandend«uud die Vertreibung der Kalvinisten aus Köln im I löl!gegründet. Auch sie hielt deu Gottesdienst eine Zeiilmin der kath. Kapelle, und war bis zum Jahr 1öl5kzahlreichste Gemeinde der Stadt. Doch wurde der ^malige Prediger Peter Wirz von den Spaniern mebnMvertrieben, uud in den Jahren 1617, 22, 28 u. 1634 t-össentl. Gottesdienst unter schwerer Strafe verboten. Djenungeachtet, und obgleich dnrchW.Wilhelms Bedrücknviele Ref. zum Auswandern veranlaßt wurden, erhielt ßdie Gemeinde, bis der westph. Frieden ihr den ungestMGottesdienst zusicherte.

Jede der drei Gemeinden zu Mülheim hatte ihre Schutdie von den Psarrern beaufsichtigt wurde. Die bcikcevangelischen Schulen unier einem Lehrer uud einer Lehrerwaren jedoch bald nach ihrer Errichtung so viel besser Ädie katholische Schule unter dem Küster, daß viele katEltern ihre Kinder in die evang. Schulen schickten. Diisein Ucbelstande abzuhelfen, wnrde endlich im I. 17Haußer dem Küster auch ein kath. Lehrer angestellt m'die Mädchenschule unter einer Lehrerin abgetrennt. Wes aber an Renten für den Lehrer mangelte undStadtrath aus Gemeindcnntteln zum Jugendnnterrichtnichts umlegen wollte, so zog man im I. 1734 einsdritten Geistlichen zu, dem die Knabenschule übergclvwurde, uud der uebeu dem Einkommen für überwies«Messen jährlich 20 Nthlr. aus Armenmitteln erhicllDamit war aber der Unterhalt des Geistlichen nicht Asichert, er ging fort, uud ein weltlicher Schulmeister fi'chlden Unterricht, bis im I. 1776 die Schule so gesundwar, daß kaum 2V Knaben sie besuchten. Alle wohllBbende Leute ließen ihre Kinder von den evang. Lehrenunterrichten. Deshalb wurde auf Unterhandlung d.iHofkainmcrraths'Bertholdl ein Vertrag mit dem Angusk