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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
Entstehung
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Das bcldenmüibige Opfer, welches der Schmied PeterHahn aus Solingen damals dem alten Fritz brachte, istbekannt. Den ganzen Winter hindurch mußten die Land-leute an der Herstellung der Wipperfürther Straße undan dem Festungsbau zu Dcuz Hand- und Spanndiensteleisten. Der franz. Generallieutenaut von Torey begannin? December die Befestigung von Deuz, wozu Schanz-holz geliefert werden mußte. Blos das Amt Porz stellte208, 'Mülheim 56 Arbeiter. Den Winter und das Früh-jahr 1759 hindurch blieb unsre Heimat ohne kriegerischeAuftritte. Die unter Marquis von Armentiers im Ver-giften beherbergte Heeresabtheilung erlustigtc sich durchBälle und audere Festlichkeiten, oder ließ sich angelegensein, ihre Wirthe zu quälen. Als im April Herzog Fer-dinand den Herzog von Brogljo bei Frankfurt bedrohte,rückte Letzterem ein Theil der in Berg hausenden Truppenunter dem Grafen St. Germain zur Hülfe. Unterdessenkam der franz. Marschall Contades am 8. Mai nach Düs-seldorf, hielt Heerschau, und sammelte seine Völker im Feld-lager zu Deuz und Düsseldorf, von wo er am 20. bis 25.Äai aufbrach u-nd über die Sieg zog, um an der Lahneine feste Stellung einzunehmen, wobei die Landleute zumehrmonatlichem Spanndienste fortgeschleppt wurden.

Während dieses Zuges wurden die im Bergifchen zu-rückgebliebenen franz. Truppen durch den Erbprinzen Karlvon Braunschweig angegriffen, der am 3. Juni in Elber-feld einfiel und den Kommandanten Monfort, nebst meh-ren Offizieren und Gemeinen zu Gefangenen machte.Dies brachte eine außerordentliche Regsamkeit unter dienoch im Belgischen liegenden Franzosen. Alle liefen demNheine zu. Die Preußen streiften bis in die Gegend vonH Mülheim, hoben viele Franzosen auf, erbeuteten Waffen^ und Vorräthe, und trieben Brandschatzungen ein. Am 7.Juni zogen sie wieder über die Wupper zurück, und am9. Juni nahmen die Franzosen die bergischen Ortschaftenbis nach Lennep wieder ein. Als am l. August die Fran-zosen bei Minden geschlagen waren, wurde das Land zuHand- und Spanndiensten an den Festungen Deuz und