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so daß diese Herzogtümer in der Folge ihre Selbstän-digkeit auch in den Kreistagen verloren und hinfort ingrößere Staaten verschmolzen erscheinen. Unterdessen warinn den Oestreichischen Kaiserthron ein Streit erwacht.Nach Kaiser Karl VI Tode war dessen heldenmüthigeTochter Maria Theresia durch die meisten Deutschen Für-sten auf den Kaiserthron erhoben worden. Andere wolltenden Kurfürsten Karl von Baiern zum Kaiser erheben, undauch Frankreich und Preußen hatten sich ihm verbündet.Holland und England hielten es mit Maria Theresia.Schon zu Anfang des durch seine Überschwemmungendenkwürdigen Jahres 1740 hatte der Kurfürst Karl Phi-lipp zur Ausrüstung von 1«W Reitern und 6000 MannFußvolk im Berg eine Kriegssteuer von 30,000 Nthlr.erhoben, welche Krieger durch Werber, oft mit Gewaltzur Fahne gebracht wurden. Als sich im Herbste des Jah-res 1741 ein Franzosenheer von 44,000 Mann unterMarschall Maillebois dem Niederrheine genähert hatte,hielten Jülich und Berg die Neutralität. Am 23. Septb.gingen die Franzosen' oberhalb Kaiserswerth über denRhein nnd schlugen im Wittlaer Felde ein Lager auf,das 2 Stunden in^der Länge und 1 Stunde Tiefe hatte.Die 7000 Mann Kurpfälzer standen bei Düsseldorf, undhierhin und dorthin mußte das Land Lebensmittel, Pferde-futter, Holz und Stroh liefern. Um die ausgeschriebenenfranz. Kriegssteuern abzutragen, mußten alle Güter ohneUnterschied und auch die Nittersitze besteuert werden. Erstin Mitte November bezogen die Franzosen in Berg undWestphalen Winterlager. In jedem Dorf lag eine Kom,pagnie, in jedem Städtchen ein Regiment dieser kostspieli-gen Gäste. In Düsseldorf, Monheim und Bensberg lagenKurpfälzer. Im Frühjahr 1742 nickten die Franzosen inWestphalen ein, kamen aber zu Mittsommer zurück undlagerten Ende Juli bei Deuz, von wo aus sie im Augustgegen Frankfurt zogen. — Im I. 1743 zogen Hottändischeund deutsche Truppen dnrchs Bergische gegen Mainz hinauf.Graf Moriz von Nassau zog mit 20,000 Holländern überMüHeim und Siegburg, und im Juli stand im Buchhei-