Dr itten Theils Zwölff teö Buch.
! m Erden/ bedeckt solche auch mir etwas Haber undi Kühe-Mist / und begiesst sie / so dickt die Erde anDie Wurtzeln / und wachst Schnur-gerade in dieHöhe.
Wann man aber mit ausgehobenen Bäumenfortvstantzen will/so ist diß dabey zu bemercken/daßdie Gegend / so zuvor gegen Mitternacht gestanden/auch w»eder im Einsetzen gegen Mitternacht komme/welches leicht kan bemörckr werden / wann man zu-vor ein Zeichen an die Rinde des Baums gemachthat. Diejenigen Baume/ so eine glatte und geschlach-re Rinde haben/werden für die allerbequemM zumFortpflanzen gehalten.
Bey denen aufgehobenen Bäumen ist zu beob-achten/ daß / wann sie sollen verpflantzet werden/sienicht ti^ffer als eines Schuhes tieff mit der Rinden/von der Wurtzel an/in der Erden stehen sollen/unddarff auch die Gruben nicht gantz wieder gefüllet wer-den/ sondern muß etwas offen "bleiben / damit derRegen / durch ein gemachtes Rinnlein vom Hangeher/ in die Grube lauffen/und sich allda versamn.lenmöge.
Wann man Eicheln säen will/ so müssen sie / so-bald sie aufgegangen/ unten ausgeschnitzt werden/wel-ches geschehen soll im ^srcio» da sie dann schön ge-rad in die Höhe wachsen.
^o aber die Ver- oder Fortpflanzung mit de-nen Bäumen geschehen soll / so bedient man sich die-er folgenden Manier. Dann / sobald die Bäum-ein ynn Ausbeben und zum Verpfiantzen groß ge-nug s'yn/ so erwählet man imFrüh-Jahr/wann derVKlmond ist/ einen Tag/ da es nicht regnet/ beschnei-det und bebauet die Aeste an den Baumlein ohnge-fehr sechs Schuh über der Erden / alsdann rüttelt
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man dieselben fein gemachlich / damit die StammWurtzel gantz bleiben möge/ zieher sie zusamt derWurtzel heraus / und setzet sie / wie erst gemeldet/ indie darzu bereitete Gruben. Die Buchen müssenlanger im Stamm wachsen/und wann sie dann oben,abgehauen worden/ so pflantzt man man sie 2. Schuhtieff in die Erde.
Die Bircken werden im oder Septem-
ber versetzet/ wann es nicbt gefrieret; Jedoch ist die-ses dabey in Obacht zu nehmen/ daß sie nicht zu hochseyn/ dann sonsten sie Winters-Zeit/weqen des ste-ten Ruttelns sich übel bekleiden wurden; Wann nundiese Art in die Höhe kommt/so gibt sie / ohne ihrenS'amm zu verderben / noch einen andern Nutzen;dann man kan Besem-Reiß von selbigem schneiden/welches dem Eigenthums - Herrn einzieht geringerVortheil ist ; Nur ist dieses darbey zu beobachten/daß die Forst - und Wald-Bediente fleißig nachse-hen müssen/damit/wann das Besem-Reiß Schnei,den verpacktet wird/ es ohne Schaden der Stämmezugehen mög». Dann so man das Schneideln anallzu jungem Holtze vornimmt/oder zu hoch an demGipffe! der Bircke hinauf schneidelt/ solches bringetmehr Verlust/ als Nutzen. Ist derohalben am al-lersichersten / daß/wann man Veraleichen verpachtenwill/solches an gesessenen Leuten überHaupts mir die-sem Beding tzeschehe/daß/wofern durch sie oder ih»>.e Leute Schaden verursachet würde/sie dafür stehen !sollten. Und ist auch die Verpachtung nicht eyer zuigestatten / als biß die Bircke anfanget/ihre Seiten-'Aeste abzutrucken / welches man wahrnehmen kan /wann sie mit Holtz belauffen sind / und dörr werde«wollen.
II.
Von der Mannigfaltigkeit der Arten Gehöltzcs in denen
Waldungen oder Gehöltzen.
>Olgende werden unter das Harte gerechnet :1. Eichenes / 2. Roth - Buchenes/ z. Stein-
4. AHornes/ s. Messellernes/S.JlMenes/
7. Leimenes/ z. Birckenes/ 9. Arls-Beer-Bait-menes.
> Der Eichen-Baum ist fast der bekandteste in Eu-ropa / und werden wenige Lander seyn / so nicht der-gleichen bringen. Es befinden sich aber unter demWort Elch / nebst andern / die Haag - Hasel - Stein-Buch-und Zirn-Eichen; Welche zwar alle einerleyGeschlechts/ von starcken und vestem Holtz/ Früchten/Blätter/Wurtzeln/auch alle tieff und groß/ nur be-stehet der Unterschied in denen Stammen ; Danndie erstern Arten haben einen niedrigen und starckenStamm/ aber dabey grosse ausgebreitete Aeste / unddiese tragen am meisten Eicheln/so zur Mästung derSchweine absonderlich dienen/doch sind sie nicht sonützlich zum bauen/ wegen ihrer Kürtzeund ästigen^Wuchses / lpeciglcmenc über der Erden / widrigenFalls / wann man sie zu andern punctsm-nral- Ge-bäuden brauchen will / sind sie sehr dienlich/ indeme
sie mit der Zeit unter der Erden schier wie zu Stein swerden.
Die Hasel- Eich hält ihren Stamm gerade undhoch in die Höbe/ hingegen hat sie desto weniger'.Zweige und Aeste / auch viel wenigere und kleinenfrucht. -
Die Zirn - Eiche steiget über alle in die Höhe/jMit gleichfalls wenig Früchten.
Von dem Cich - Baum ist zu wissen /daß diesernützliche und starcke Baum / nie mit Nutzen kan be-schneidelt werden/ dann der Safft dringt auf allenSeiten des Hiebes heraus / in die Schößlinge/ undbenimmt also denen Gipffel - Aesten ihren SaK/ daßderselbigv nicht hinaufkomm kan/ dennoch der Baumvon wegen der Nässe / von oben hinein faulet/ müll-micht und Kernloß angetroffen wird. Wann es abernicht geschneidelr wird/ so ist es einer von denen dauer-haftesten Bäumen / im Wetter Hitze und Kälte.Die Knopffen sind zwar an diesen Baum sehr l-nl>t>.tes. und können leicht vom Frost Schaden leiden /und eben dessentwegen bekommt er so svät in das
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III. Theil.
(Tt)
Jahr