Zu Essen ist es kein cieUcsrer Vogel/weilen er eineswidrigen pfulichten Geschmacks.
Der Taucher/ oder das Wasser-Hun/ kommt mitseiner Art zu fliehen / und sich zu nehren/ den Hör-b>.'ln fast gleich/massen dieselben gleichfalls selten flie-hen/ wann sie nicht müssen / und sich auch wie jenein dem Rohre oder Gebüsche / in Randern mit Ge-wiürme nehren / sie haben auch einen solchen formir-te» l Schnabel / und sind im übrigen von Farbe braun-spreglicht / und nicht viel grösser als ein Schnertz.All diesem Vogel ist seine Geschwindigkeit zu bewun-dern / gestalt derselbe / wann er dem Schützen insFt'uer sehen kan/ sich so geschwinde unter das Was-ser' zu verbergen weiß/ als der Blitz / da dann her-na chmals die auf das Wasser schlagende Schrotewi:gprallen / und er ohne Schaden bleibet. Er zie-hst auch wie andere Vögel / doch findet man derer-Mben öffrers noch Winters-Zeir auf den Flüssen.
Unter dem Eiß-Vogel/ und Masseln / ist wegenihrer Eigenschafft kein Unterscheid / massen sie gleichbmten/ gleichviel ausbringen / und an einerley Oer-ter / nemlich am Ufer des Wassers ihre Brüt baben/so ist auch ihre Nahrung einerley / nemlich IVasser-Würmer und (Schnecken/ ziehen auch beyde nicht hin-weg / sondern bleiben Winrers-Zeit an denen offenenQuellen und Flüssen / woselbsten sie/weilen sie gleicheiner Ganß oder Endte mit Pfiaum-Fedennvehl ver-wahret seynd/ die so genannte Wasser-Schwadenund Würmer unter dem Wasser gar künstlich her-aus- zu holen / und in der grösten Kalte sich dadurchwohl zu erhalten wissen; Doch sind sie an Farbe sehrunterschieden / gestalt der Eiß-Vogel von einer unge-meinen scbönen grünen Farbe/welche aufdem Kopfebiß zum Rücken/wie auch an beyden Seiten hinun-ter mit weiß und blau Karpffen-schupig eingespren-get / und vermenget ist / auf denen Fittigen zeigen sich
Dritten Theils Eilffteö Buch.
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blau und weisse Federlein / welche sich im setzen alsein halber Fingerbreit / im fliegen aber noch "eins sogroß prslenriren/ unterm Halse / wie auch unter de-nen Augen nach denen Fittigen hinunterwarts findetsich etwas weisses/ mit Ziegel-braunen Flecken/Wech-sel-Weise versetzet / die gantze Brust aber biß zumSchwantze ist Ziegel-braun oder roth/die Füsse sindihme geschaffen wie der Meyse/ nur daß sie hoch-roth/und in denen Gelencken weiß-streiffig sind/der Schna-bel ist von einer ziemlichen Lange/ und scharff-eckigt/vorn einem Roth-Specht nicht ungleich.
Die Wasser-Amsel aber siehet nur schwartz nntunvermerckten Sprenckeln / und unter der Kehlengantz weiß.
Einige sagen/ die Wasser-Amsel pflege/ auch so garim December/an denen Wassern einen angenehmenGesang von sich hören zu lassen / und glauben / daßsolche auf gleiche Art/ wie die Nachtigallen/zufan-gen/ und mit noch leichterer Mühe fort zu brmgen.
Von der Meer-Amsel. Die Hecken hier zu Landegar nicht/ziehen aberHerbsi-und Frühlings-Zeirwieandere Vogel hier vorbey. Es isteinschwartz-grauerVogel/ etwas wenig weiß eingesprenget/und etwasgrösser als die schwartze Amsel/hat eine weisse Kehle/sast wie eine Wasser-Amsel. Er ziehet aufstarckenFlügen / ist ein sehr tummer Vogel beym Heerde/massen die Vogelsteller wahrnehmen/daß wann beydem Rücken einer etwann unversehens unter demGarne wiederum hervor und davon kommt/derselbesich auf die Krackeln oder Tritt-Reifer setzen soll/biß der Vogelsteller sein Rücken fertig gemacht/als-dann defer Vogel wiederum einfallen/ und sich zumandermal rücken lassen soll. Sie sind sonsten vonungemeiner Fettigkeit / darinnen sie fast allen andernMittel-Vögeln vorgehen.
Lär. XX.
Von der See>SZwalbe / Rohr-Sperling / BaWeltzen
und dem Brach-Bogel.
Je See-Schwalben sind zweyerley/ wiewolvon einer Farbe/ als Silber-weiß/ ausser daßdie eine Art etwas grösser/und wie die End-ten dann und wann zu schwimmen pflegen / welchesaber die andern kleinen nicht thun / sondern den gan-zen Tag / aufSchwalben-Art über denen Seen undTeichen herum schweben / und ihre Nahrung vomGewürme des Wassers suchen. Sie brüten hier zuLande im Röhrig z. biß 4. Junge/ ziehen aber wieandere Vögel / wieder hinweg.
Den Rohr-Sperling / als einen kleinen Wasser-Vogcl/ auch vicht vorbey zu gehen / so siehet dersel-be an Grösse wie ein Aemmerling/an Farbe aber wieeine Holtz-Muschel / nur daß er an der Brust weiß-licht / und von einem geschmeidigern Schnabel als eineLerche ist. Er hecket Sommers-Zeit in dem Röhrig/bringet 4. bis s. Junge aus / ziehet aber Herbst-Zeitunvermerckt hinweg. Er hat sonsten nach seinerGrösse eine ungemeine starcke Stimme/und reget sich^ damit biß in die Nacht.
i M. Theill
Der Bachsteltzen sind zweyerley/jedoch babensieeinerley Eigenschafft / massen sie beyde ibre Nahrungan denen Sümpffen und Flüssen vom Gewürm/ammeisten aber Wasser-Schnacken suchen / ausser daßeine Art grün und weiß/mitschwartzerKehlen/wel-che hier zu Lande in hohle Baume oder Gemäuer/auch unter den Dachern und Holtzstössen Hecken/ und4. biß s. Junge ausbringen / welchen sie gleich denStiglitzen vor Liebe nachziehen biß an die Hausser/wann sie ihnen genommen werden/und dieselben auf-erziehen/die andere Art aber siehet gelb am Bauchals ein Weyrauch/und hat hell-graue/auf dem Rü-cken mit gelb vermischter Farbe. Diese brüten hierzu Lande wenig oder gar nicht/ halten mit jenen denHinaus-und Zurück-Zug zu einer Zeit/nemlichen imFrüh-Jahr kommen sie eher nicht/als biß sie derer inihrer Natur empfindenden warmen Nächte versichertsind / und ihre Nahrung von Gewürm erlangen kön-nen/ weßhalben auch der Ackermann im säen genaueAcht auf diesen Vogel hat. Im Herbst-Monat aber
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gehen