Druckschrift 
3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
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das Hinterstellige unreine Wax aus zu thun / biß andie Brüte. Wann nun die Körbe gereiniget/undaller Unrath von Schimmel/Spinnen-Gewebe/und dergleichen ausgeschafft / so setze man sie wiederauf ihre Stelle / und verstopfte die untersten Ganae/und setze nach Untergang der Sonnen/die Rohr-Matten für die Korbe / daß die Bienen von derNacht-Kälte keinen Schaden leiden. Acht oder ze-hen Tage darnach/ M man die Körbe abermal be-sichtigen/ und vom Wolff/ Motten und Würmensaubern. So bald dann die Wasser-Weide undandere Baume ausgeblühet/ so bringt man die Kör-be zu Felde/ da ohngefehr wilde Kohl-Blumen ste-hen / und bestehet weirer / ob sie etwas sammlen odernicht: Findet man einige Körbe/da die Bienen keinWax an den hintersten Hülsten tragen / und in ih-rer Arbeit trag seyn/so ists ein Zeichen der Ungerech-tigkeit / die muß man dann unter Königliche Bot-mäßigkeit in Gehorsam bringen. Wann nun die ob-gedachten Kohl-Blumen ausgeblühet / so besichtigtman sie aufs neue / ob das Werck zugenommen;Merckt mans/ daß sie in dem Gipffeldes Korbs gro-be Honigwebe beginnen zuzurichten / so ists ein Zei-chen/daß sie sich zum Schwärmen rüsten / und dar-aufbringt man sie in ihren Garten an ihre Stelle/und erwartet die Schwärme/die gemeiniglich/ wannsschön Wetter ist/ des Morgens zu 8.Uhr ansangen/und währet biß nach Mittag zu 2. Uhren / solcheSchwärme geschehen im May/ Junio/ biß in Ju-lium; Wann man dann einige Schwärme bekommt/und daß darauf ein böses Wetter folget / so soll man

Dritten Theils ZchendcS Buch.

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in den 2. oder z. Tagen etwas Honig in den Korbthun / daß sie nicht verhungern. Und weil nun dieKörbe abgeschwärmt seyn / so räumt man das Waxaus den alten Stöcken/zu sehen/ob sie gerecht seyn.Darnach im Julio/ wann Hanff oder Klee blühet/so bringet man die Körbe dahin / da solches wächst/weil sie daraus schönen Honig sammlen: bekommtman aber noch etliche Schmarme nach / die bringtman auch dahin / daß sie eitlen guten Überschuß er-werben : Was dann beym Klee wohl zugenommen/und fett geworden / das soll man wiederum nachHaus bringen / und abthun / oderein TheilHonigsausnehmen; Und so die Brut-Bienen von den klei-nen getödtet werden / so ists Zeit / daß man die klei-nen Stöcke abthue. Die Brut-Bienen soll mantödten / wann die erste Schwärme geschwärmt ha-ben/ was aber keinen Überschuß getragen / das sollman im Augusto bringen/ anOrt/daBuch-Wai-tzen oder rothe Wasser-Müntze wächst/ und zuletztauf eine Heide. Im September aber/wann die Bie-nen-Körbe nach Hause gebracht seynd/ soll man zu-ehen was überflüssig ist oder nicht/die wohlbesetzrenoll man zeideln / oder schneiden / und die schwachenoll man mit Honig und Seim starcken. Im Octo->er soll man sie an ihren Ort setzen / da sie den Win-ter über bleiben sollen / und sie für Kalte und Nassebewabren. Im November/December/Januario/und Februario / muß man sie nicht viel besichtigen/wer es aber begehrt zu thun / der thue es an einemwarmen und hellen Tage/aufdaß sie nicht erkalten/denn durchKälte werden sie erlahmet und geschwächet.

Lä?. li.

Wie man einen Bienen-Stock reZt zeideln / und zu kvelZer

Zeit man Honig auönehmen soll.

As ist eins aus den sürnehmsten Stücken/soin der Bienen - Zucht in Acht zu nehmen/dann wird diß Werck richtig vollbracht / sobringt es Nutz / wo nicht / so bringt es den Bienenvielfältig Schaden und Verderben.

1. Wann das Gewitter gut ist/ so nimmt manden Zeug / so man zum Zeideln bedürfftig/rüstet undverwahret sich/sänget an den Stock / so man schnei-den will / erstlich unten aufzumachen.

2. Wann der Stock geöffnet / und die Bienenanugsam über sich getrieben/jedoch muß man im An-fang die Bienen mit Rauche nicht zu sehr über sicbzwingen / daß man sie nachmals auf den Fall auchwieder unter sich treiben kan / so kehret man den Ab-gang und Gewürchte aufs reineste in eine Muldern /das braucht man dann zum Rauche. Über dieses/siehet man aufs allerfleissigste an Boden und Seiten/ob Motten-Nester vorhanden / solche kratzet oderscharret man aufs reineste heraus/ wirfft sie in Rauch-Krug und verbrennet sie.

z.. Nachdem man nun den Stock sauber gerei-niget > fäher man an das Ros fein groß in den un-tern Beuten abzuschneiden / und bedecket den Bo-den des Stocks gantz und gar damit/aufdaß/wann

Honig herunter triefe / es nicht in den Stock / son-dern auf das Gewürchte falle / so kan man solch Ho-nig nicht allein leichtlich heraus nehmen / sondernderStock bleibet auch treuge und rein/so können dannnicht so leichtlich darinnen auskommen/ als sonstenaescbicht / wann die Stöcke unren mit Honig einge-feuchtet / und beschmutzet werden.

4. Ziehet man mit der Kratzen oder Krücken amZeidel-Messer/ die Wax-Bänder aufs reineste abe/so weit das Ros verschnitten / und das darum / die-weil nachmals für den Binnen / die aus dem Ober-theil des Stocks herunter weichen / nicht wohl ohneder Bienen Schaden dazu kommen kan.

s. Wann dieses verrichtet ist/in der untern Beu-ten / so macht man den Leim an der obern Beutenauch loß räuchert die Bienen zu beyden Seiren wohlweg / schneidet dann mit einem Drat das Gewürchtevom Beute-Brete ab / nehmet das Bret davon/undentblöset den Obertheil des Stocks / da gemeiniglichdas rechte Honig-Nest ist ; und da viel Bienen amBeuten-Bret / läßt man sie Anten in den Stocklauffen / damit man nicht etwann den Weisel ausdem Stock reistet. Daraus fangt man an wiederumRos zu Meiden / wo mans zuvor gelassen / und

(Mm) ?

fürnem-