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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
273
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Dritten Theils Neundteö Buch.

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Schmaltz heiß / und wirssr die Schmttlcin darein/lässet es nicht lang darinnen / sondern thut es baldwieder heraus/ leget es an einem Ort / da die Rat-ten fressen/setzet Trincken darzu/wann sie es nun ge-fressen/und darauf mncken/so geschwelten sie/undsterben davon.

Daß die Mäuse dem Getraid keinen Schadentbun. Man nimmt die Hessen oder Drüsen von demOel/ und menget klein zerhackt-oder zerschnittenesStroh darunter/und lasset es also stehen/biß es un-tereinander faul und weich wird/dann knötet manswohl durcheinander / und bestreichet unten den Bo-den oder Estrich der Korn - Kasten oder Söller da-mit / auch verkleidet man fleißig mit solcher Materiealle Ritzen und Löcher.

Ferner besprenget man allenthalben den Fuß-Bo-den mit Oel-Hessen/ und wann es wohl trocken wor-den/so schüttet man das Getraid darauf/ so wird essich befinden / daß selbiges von dem Ungeziefer nichtangegriffen wird.

Andere nehmen pulverisirtenLaimen/ärlsnicum,Nieß-Wurtzund Staub-Mehl/ untereinander/machen es mit weissen Bier zu einer . und

verstreichen auf den Korn - Böden alle Klumsen/ Ri-tze und Maus-Löcher/hin und wieder auf das bestedamit/so nun die Mäuse durchfressen wollen/ müssensie sterben.

Wie die Fleder-Mäuse zu vertreiben. Man setzeeine Pfanne mit glühenden Kohlen unter das Dach/an einem Giebel/ da sie hinein fliegen/ deßgleichenauch eine an dem andern Giebel / wo sie ausfliegen/wirss gevülverten Schwefel / Vitriol/ <^tab - Wur-tzel / Epheu / Farren - Kraut /Feil - Spahne von denPferd-Hufen / darauf/ wann man das zwey-oderdre»mal thut/ so bleiben sie weg.

Mir dem Rauch von der »eclers kan man sie auchvertreiben.

Der pUrsrm?, auf Deutsch Ahorn/ ist denen Fle-der-Mausen hart zuwider/ wo der vor einer Thüroder Fenster hänget/ da fliegt sie nicht hinein/ dasweiß der Storch wohl/darum er die Blatter davon

m sein Nest thut/ so kommt ihm keine Fleder-Maushinein/ und verdarbt ihm die Eyer.

Was von den Mäusen zu der Artzney dienlich.Wann man eine Maus lebendig aufschneidet / undüberleget/so ziehet sie die Spitze und Pfeile heraus/heilet die Stiche der Scorpio'nen / und ziehet denGisst aus.

Wann man Mäuse zu Aschen verbrennet/ undhernach denselben auferfrorneundzersprungeneFüssestreuet/ so wird es anfänglich sehr beissen/aber gewal-tig heilen.

Der Aschen tauget für das gezwungene Nacht-Harnen/ wann man ihn trincker; Für das Haar-Ausfallen / wann man sich mit bestreichet; Heilet auchden Husten.

Der Mäuse-Koth wird gebrauchet zum Clystie-ren/ abltergiret die Schuppen des Haupts/ wannman sich darmir bestreichet; Zermalmet den Nieren-und Blasen-Stein/ nimmt allerhand Wartzen/Feia-Wartzen/:c. des Hintern weg/wann man die Aschemit Wein kochet/ und gebrauchet.

Der Mäuse-Korh,st auch ein besonders Lxperi>mear, den Leib wunderbahrer Weise zu Isxi'ren»Man nimmt ihn aber nur so an sich / oder in einksüssen Küh-Milch zertrieben/und Kernach durch einTüchlein gewunden. Des Kochs sind 6. Gran ge-nug zum l^xiren.

Cr lsxiret auch/so man ihn in die Stuhl-Zäpff-lein vermischet / und ist den Weibern gar gemein/daß sie den kleinen Kindern von Honig/ ein wenigSaltz/ und diesem Koth/ein Stuhl - Pillen bereiten/um den Leib damit zu öffnen.

Die Spitz - Maus yilfft für die Kranckheiten desHintern/ wann man sie verbrennet/mit Gäns-Fettvermischet/ und sich damit schmieret.

Schnecken zu vertreiben. Man nimmet einengrünen Hanss-Stengel/stellet solchen neben sich/soist man sicher vor den Schnecken.

Oder man nimmt Galbani / oder Schwefel / oder ^Feld - Kümmel/ oder Rinds - Mist/ und machet einenRauch davon.

?. XXX.

Bon den Wieseln/ deren EigensMssten/und wie solAe zu

vertreiben / ingleichem von dem Zltiö.

Je Wieseln sind gar schädliche Thiere in denHöfen / sie würgen die Tauben und Hüner.Haben auch sehr gifftige Zähne/wann sie einPferd beissen und verwunden/so stirbt es / wo manihme nicht gleich und alsobalden helffen thut. In-gleichem auch das andere Viebe.

Sonsten aber sollen die Wieseln gut seyn widerdie Basilisken/Mäuse und Schlangen/und kan mvieler Artzney/absonderlich ihre Bälglein/gebrauchtwerden.

Die Wieselein alle zusammen zu bringen/ die inder Nahe sind. Man nimmet die Galle von einerWelschen Stein - Eydexen / und vermischet sie mitWasser/giesset oder setzet es an einem gewissen Ort

III. Theil.

des Hauses/ so sollen sich alle Wieseln daselbsten ein-finden.

Wieseln zu vertreiben. Man fängt eine leben-dige Wiesel / so ein Männlein ist / verschneidet ikmeden Schwantz gantz/und die Hödlein aus/lasset siedann wieder lausten/so werden alle andere/soviel ih-rer seyn/ davon lauffen/ und ihre Wohnung undAufenthalt/ wo der auch ist/ fliehen und meiden.

Es verjaget sie auch der Geruch von einer ver-brannten Katzen.

Wieseln abzuhalten / daß sie die Eyer nicht aus-sauffen. Man nimmt Weinrauten/ und legt sie andie Oerter / da die Hüner hinlegen / so werden dieWieseln nicht darzu kommen.

(Mm)

Wie'.