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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
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De6 Adelichen Land - lmd Feto - Lcbenö

schwartz Pech darauf streichen/ Scheer - Wollen oderHlock - Haar darüber legen / und den Grind lassenabfallen/ unterdessen aber den Fuß mit guter Salb/und mit zerlassenem Terpentin und Oel/rings herumschmieren / auch conrinuiren : Ferner / wann derGrind abgefallen/ mit gutem gebrannten oder gepul-verten Alaun austrücknen/und den Fuß jederzeit mitguter Fuß - Salbe wohl geschmiert halten.

Wann der Fuß in der Mitten wie ein Ochsen-Fuß sehr gespalten/ macht man einen Pfriemen oderkrumme Ahlen warm / so man durch die Dicke desHorns stössr/und durch das gemachte Loch einen klei-nen küpffernen Draht zieht/welcher mit dem Zang-^lein zusammen gezogen wird. Ebenmajsig thut manan zwey oder drey Orten/nachdem der Fuß lang ist/also wird der Spalt geschlossen.

Es ist aber zu beobachten / daß die Draht nichtin den Fuß gehen/ sondern allein durch des HornsDicke. Hernach/ oder zuvor/ brennt man das Horn/macht neinlich drey oder vier Ritz oben herab/ohnedie Haut zu durchstechen/ und thut dann schwartzesPech und Flock - Haar darauf. Wann der Grindabgefallen/trücknet Man dieses auf/und bedient sichdes Pferds/ wie vorhin.

Nachdem nun die Wunde auf der Krön geheilt/und so man den Fuß allezeit schmieret / wachset derSpalt untersteh/ und die Füsse werden beil.

Man darff/ diese Opersrion zu machen/kein Be-dencken tragen/sintemalen keine Gefahr dabey/wei-len das Horn eines halben Daumen-Fingers-dick/und man also viel Platz hat/mit dem warmen Pfrie-men zu durchstechen/ ehe man auf das Empfindlichekomme.

Für ein Pferd/ dem das Horn zers

stosien ist.

Man muß ein Eisen / das sonderlich gemacht ist/haben/ und damit die äussersten Theil des Hufs garhart aushohlen/ damit die Ader/so die Meister-Ader

genennet wird / enrzwey geschnitten / oder zerrissenwerde. Hernach lassr man alles Blut heraus lauf-fen / und füllet die Wunde mit gestoßenem Salkund Werck/welches in starckem Wein-Essig einge-weicht ist/ und verbindet es dergestalt / daß es nichtabfalle.

lVann das Horn abtretten will.

Man muß den Huf an dem äussersten Theil herumbeschneiden/ hernach die Sohlen abziehen / und denNagel bluren lassen/so lang er will/hernach nehmetWerck/ so mit wohlgeschlagenem Eyer-Weiß ange-feuchtet ist/ leget es darein / und umbindet den Fußvest mit einem Bande/nach zweyen Tagen muß derSchaden mit starckem Wein-Essig gewaschen wer-den/füllet den Fuß aus mit klein - gemachtem Saltzund Weinstein, zusammen wohl geflossen/ verbindetes wiederum mit dem Werck/wie vorhin/und Halterdamit an/ biß es gantz genesen.

Das Horn wachsend zu machen.

Nehmet das Weisse oder den Kern von Lauch /zwey Pfund/ doch daß es wohl gerrucket/ und keinWasser darunter sey / stosset es in einem Mörsel/nehmet hernach ein Pfund alt Schmcer / und zwoUntzen Terpentin / stosset alles wohl zusammen zu ei-ner Salben/ diese wird das Horn wieder wohlwach-send und eben machen.

Bin Pferd/ dem die Sohlen neu-lich abgangen'

Nehmet das Gehirn von einem Barck-Schwein/Harn von einem neu-gebohrnen Kinde/und Hüner-Mist mit Eyer-Weiß/ alles wohl untereinander ver-mischet / alsdann leget es auf em Stück Hanffen-Werck / und folgends über die Sohlen / so werdetiht Wunder sehen/ jedoch muß man das Pserd nichtnetzen. Es ist vielmals prodirr worden.

cx?. civ.

Bon Kollern/ Koppen/ und verstandenen oder über-

standenen Pferden.

>Iese Pferde stehen Anfangs allzeit in tieffenGedancken / halten den Kopss meistenrheils- in oder unter die Krippen/ oder in einen Win-ckel / gegen der Sonnen straucheln sie/ wo die Kranck-heit überHand nimmet / schlagen sie mit den hinternSchenckeln an den Bauch / schreyen heiser/ verkeh-ren die Augen/ und schrencken die vordem Füsse.

Kommt von Narur auch durch die Verwahrlo-sung. Sie richtet sich nach dem Mondschein / dochnicht bey allen Pferden/am meisten/wann derHunds-Stern in einer Erhöhung und Krasst/und die grö-ste Hitze ist.

Bey etlichen aber entsteht es muZ der Stetigkeit/wo nian mit denselben nicht gebührlich verfahret.Dafür ist die Haut mirten auf der Stirn aufzuschnei-den/ ein Knoblauch - Haupr und Liebstöckel - Wurtzel

darein zu stecken/und ein Monat lang verwahrt zulassen.

Die Bug > und Liecht - Adern auf der rechten Sei-ten entzwey gerissen.

Die Adern an der Stirn zu lassen.

Die Adern über der Nasen.

Die Adern hinter dem Ohr / und mitten auf derZungen / enrzwev geristen. Soll in einem Schaaf-Stall ledig lcnissen. Doch soll man sie niemals ru-hen oder schlaffen lassen/ damit sie sich aus Müdig-keit ergeben müssen. Den dritten Staffel / Nasen-krospel geössner/ ein Slück vom Startz geschnitten.

Em geropssrer Rab / desselben Hertz und Leber/item/ Hirscb-Gall in Honig/ Wein und Oel eingeben.Man soll ihm offr aufwerffen/ auch die Bug - AdernndenO

und die Haut zwischen den Ohren offnen.

Von