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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
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Icncbrcul^, ist eine Gattung der paltois, roth undgelb gesprengt.

^oujours bciie,dieseTulipeistvergnogt/daß sich ihreFarben nicht ändern; dann ihre hervorscheinende weis-. ft und bleich-rothe Farbe nehmen/von der Zeit als sie> hervor gewachsen biß sie wieder abfallet/ im gering-sten nicht ab.

I>2v6ci. ist von einer bleichen Lavendelgrauen Far-be/ dunckelroth und weis; alles aber ist verwirrt.

l'uliioil^, istTaubenfärbicht roth und weis.

äc c!önäic, ist von einer lichten Taübenfar-be/und tormirt ihre Blume wie das Lolckicum^ro-januni.

Vsiee, ist schön Purpurfarbicht auf Weis.

Vcuvc commune, ist bleichroth und weis.

Vcuve c!c Vi^nes. ist von einer dunckeln Purpur-Farbe/verwelckter Rofenfarbroder bleichroth un weis.

V. mlicnnc, ist roth/auf eine schöne weislichte Gem-senfarbe gesprengt.

Vcnus oder cwrine. Schwefelgelb / von einer fri-schen Taubenfarbe und rorh.

Vcrnois, ist licht Taubenfarbicht / Rofenfarbichtund dunckelweis. ,

Vicclvv, ist von einer aus Violbraun ziehendenPurpurfarbe/und sehr weis.

Virxin ic, ist hoch Leibfarb / auf weis gesprengt/ undsolcher Gestalr getheilt/daß man es vor Bluts-Tropf-fen ansiehet.

De6 Aoelichen Land-und Feld Lebens

Vilie Ncuve, ist dunckelroth / Taubenfärbicht undweis.

Vi»e^sarcts,ist lichtViolblau/etwas Purpurfar-bicht/und sehr lebhasstig weis.

V-sniM hell Taubenfarbicht/roth und gelb.Uniczuelt' /^biin, ist schön Purpur Violbraun/ undmit einer glantzenden rothen Farbe / auf schön Weisgesprengt.

Uniqu- caen , ist mit einer glantzenden rothenFarbe auf schön weis und groß gesprengt.

Uniquc cic O-Ipke, ist schön Violbraun und weis/durch ein wenig Roth von einander abgesondert.

Tamet, ist Taubenfarbicht/ so aufRofenfarbe ziehet/Gemsenfärbicht und hellroth.

^aikion cvmmun , ist von einer gemeinen Viol-braunen Farbe / inwenig roth und weis.

^zibion rcÄitie, ist Violbraun/ Purpurfarbichtund Milch-weis.

^iionc, ist groß Violbraun/ auf schön Weis ge-sprengt/und um den Rand mit Feuer-Farbe eingefast,^uranclsie communs. hat deutliche rothe / ausWeis gesprengte bundte Flecken / darauf sie sich alsihrer Haupt- Farbe/die sie von einander sondert/aus-breiten.

?.urancls!s reÄike , ist hellroth and sehr weis/dochnicht gleich wann sie zu blühen anfangt.

^ursnclsle 6c Los, ist Taubenfarbicht und weis.

Von dem Ursprung lind Herkommen des ^micui-e u> l! . oder Bä-

rensOchrlcmo und derselben schönen/herzlichen Slgenschafften.

^ As Barenöhrlein kommt aus Franckreich/und^'^wird daselbst in vielen Provintzen auf denenWiesen gefunden; doch sind sie von den jenigen/welche in denen Garten gcbauet werden / darinnen un-terschieden/ daß jene alle von sehr schlechten Farbenund kleinen Glocken sind > Diese letztere aber/so man indenen Garten zeuget / und aus guten Saamen aussu-chet/alle solche Eigenschaffren an sich haben/ die manan schönen und angenehmen Blumen wünschen kan.

Ob nun diese Blume gleich aus Franckreich kommt/so sind doch die Frantzosen die ersten nicht / welche ihreSchönheiten erkandt und angemercket haben / dieFlanderer oder Flammander haben sich dieselbige mehrangelegen seyn lassen als jene : dann sie haben die erstegesprengte zu L'Jsle iü Flandern aufgebracht. Sienennen dieseibige Huncui?i,oderAurickeln.

Was die Eigenschaften der schönen Barenöhr-lein betrifft/ so ist hiervon folgendes zu wissen : Weilein niederträchtiges Blat/ und welches also stehet/daßes nichts hindert/eine Blume belobt macht/so über-trifft hierinnen das Barenöhrlein ihrer viele.

DasBlat/ welches sich auswärts strecket / ist einwenig schöner als das jenige/ welches so gerade stehet.

Es ist ein grosser Fehler an einem Blumen-Sten-gel/wann er so dünne ist/ daß man ihn unterstützenmuß; Auch/ wann er so kurtz ist/daß man den Strauß

kaum sehen kan ; In allen Dingen wird eine rechteGleichheit erfordert / insonderheit aber in denjenigen/welche zur Augenlust bestimmt sind. Je grösser dieGlocken oder Becher derer Barenöhrlein sind / undje weiter sie offenstehen/ je höher sind dieselbige zu schätzen. Viele darunter falten sich / und dieses ist ein Feh-ler. Der Stiel der Glocken muß wir der Blume insemer Masse überein kommen. Eme sehr grosse Blu-me/derer Stiel an ihrer Glocke allzu kurtz wäre/wür-de ein grösserer Mißfallen verursachen/als'wann er ei-ne richtige Gleichheit hält. Das?kuge aminem Bah-renöhrlem soll groß und wol geschlossen seyn/nicbt ne-ben auslauffen/ oder durch das Blar gehen. DasAu-ge ist das jenige runde Ringlein / so mitten in der Blu-me stehet / und fast allezeit gelb oder Citronenfärbjchtist. Von denen gesprengten macht man keinen gross-nStaat. Wann man ja einige S tüeke hochachtet/ sogeschieht solches entweder wegen der sonderbarenBrei-re/oder einer so wunderlich -vermengten und 6i-sr-ren-Farbe/davon man Hoffnung hat/ daß sie durchdas Säen ihres Saamens dahin gebracht werden/ei-nige gesprengte Blumen / die etwas von ihrer Art be-halten/mitzutheilen.

Unter allen sind/die so einen Glantz haben / inglei-chem die wie Atlas aussehen/die schimmernde und öi--arren oder unordentlich-gesprengte/die schönste. Je

gleicher