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7 (1915)
Seite
448
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448 Zunftbücher.

den Einträgen zerstreut, und ihr Verfasser war vermutlich derjeweilige Seckelmeister der Zunft.

zunftbuch Wie die Ausgaben für festliche Besuche den Anlass boten,Hammel. um über diese etwas aufzuzeichnen, so gaben auch die Aus-hebungen, welche die Zünfte vor jedem Feldzug vorzunehmen 6hatten, die beste Gelegenheit zur Erwähnung kriegerischerTaten i ). Schon die gleichmässige Verteilung des Kriegsdiensteserforderte es, dass im Zunftbuch die Namen der Ausgehobenengenau verzeichnet wurden, und so kam es ganz von selbst,dass bei diesen Verzeichnissen auch der betreffende Feldzug 1°wenigstens erwähnt wurde. Solche Verzeichnisse sind uns vomBeginn des XVI. Jahrhunderts an noch erhalten in den Zunft-büchern zur Gelten, zum Schlüssel, zu Spiwettern, zu Webernund zum Himmel. Das Rote Buch dieser letztern Zunft istjedoch sozusagen das einzige, dessen Verzeichnisse neben den > 6Namen der Ausgezogenen noch weitere Angaben über die be-treffenden Feldzüge enthalten, und zu diesen bietet allein nochdas Zunftbuch III zum Schlüssel einige wenige Ergänzungen.Wir halten uns daher an das Rote Buch der Zunft zum Himmel,wo sich diese Feldzüge und Aushebungen von 1503 bis 1572 2verfolgen lassen, und dieses Buch ist zugleich das einzige,welches ausserdem auf Bl. 234 noch einige Witterungsnacb-richten von 1514, 1562 und 1576 enthält.Inhalt Ueber die Feldzüge von 1511 und 1512 sind in diesem

Verfasser. Buch die Aushebungsverzeichnisse doppelt vorhanden, nämlich 25zunächst auf Bl. 221 und 220 v , mit ausführlicheren Angabe»von einer Hand, welche auf diese Einträge sich beschränkt, so-dann kürzer aufBl. 211 von andrer Hand, welche mit dem Feld-zug von 1503 beginnt und gleichfalls mit 1512 schliesst. Aufdiese zweite Hand folgt ebendort bis Bl. 212 eine dritte, dievon 1513 bis 1515 reicht, und dieser Schreiber war es auch,welcher auf Bl. 234 die Witterungsnachrichten von 1514 ei»"trug. Von einer vierten Hand, in der wir diejenige des da'maligen Zunftmeisters Konrad Schnitt erkennen 2 ), folgen aU „ 6Bl. 212 T —213 v die Aushebungen von 1529 bis 1531, sowie auchein Zusatz auf Bl. 220 T zum Feldzug von 1512. Einer fünfte»Hand verdanken wir auf Bl. 215—217 die Einträge von 154°bis 1555, und einer sechsten diejenigen von 1572 aufBl. 217 isowie auch die Witterungsnachrichten von 1562 und 15 76 '

1) Vgl. B. Chron. IV 18 ff. die Aufzeichnungen der Ratsbücher a» sAnlass der Bürgeraufnahmen bei Feldzügen.

2 ) Vgl. B. Chron. VI 90.