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Die spätem Zusätze im Basler Turnierbuch.
Wie schon in der Einleitung bemerkt wurde, sind in der Hand-schrift, welche die Compilation von 1550 enthält, noch eine Anzahlvon Zetteln eingefügt 1 ), und von diesen sind mehrere von J. J. Losz,die übrigen jedoch von einer Hand des XVIII. Jahrhunderts be-schrieben. Der Inhalt der letztern stammt durchweg aus Wurstisens 5gedruckter Basler Chronik, und auch die von Losz geschriebenenberuhen mit blos zwei Ausnahmen auf noch vorhandenen Quellen.Zu diesen gehören zunächst Auszüge von 1179 bis 1215 aus demChronicon imperatorum et pontificum Basiliense 2 ), sodann bis 1270aus den Colmarer Annalen 3 ), ferner eine Notiz über Bischof Hart- 1°mann Münch, die aus Beinheims Chronik der Bischöfe zu stammenscheint 4 ), und endlich-noch ein Auszug aus der Urkunde von 1540über Basels Erwerbung verschiedener Besitzungen des KlostersWettingen 6 ). Von den zwei von Losz geschriebenen Zetteln hin-gegen, welche sich auf keine bekannte Quelle zurückführen lassen, ' 6wurde der eine nach seinem Wortlaut schon oben in der Einleitung,und der andre in einer Anmerkung angeführt").
Gleich diesen Zetteln in der Compilation erweisen sich auchdie Zusätze von späterer Hand, welche in der Chronik des Turnier-buchs auf den Blatträndern sich finden 7 ), zum grössern Teil nur als 20Auszüge aus bekannten Quellen, wie z. B. aus Beinheims Chronikder Bischöfe und andern mehr. Zugleich jedoch fügte der unbe-kannte Schreiber dieser Zusätze bei mehrern Bischöfen noch sonstigeBemerkungen bei, die wir hier folgen lassen, und ebenso ein Ver-zeichnis hochgestellter Wohltäter des Klosters St. Alban. Weiter 2 5enthält diese Handschrift auf einem hinter S. 713 eingeklebten Blattdas aus Stumpfs Beschreibung der Eidgenossenschaft stammendeVerzeichnis der beim Erdbeben von 1356 zerstörten Schlösser, anwelches sich als Nachtrag eine Notiz über die angebliche BurgKrattenstein schliesst. Und zum Schluss lassen wir noch aus einem 3°der Handschrift eingefügten Zettel den bekannten Spruch von denneun Bistümern am Rhein folgen.
1) S. oben S. 319.
2) S. Mon. Germ. Scr. XXIV 147 ff.
3) S. ebend. XVII 189 ff.
4) S. B. Chron. V 355.
5) S. B. Urkb. X No. 233.
6) S. oben S. .170 u. 427, A. 3.
7) S. oben S. 311 u . 319.