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7 (1915)
Seite
438
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438 Briefer.

dysses Zugängen mitt des keysser und des bopst gunst undbewilging 1 ), und heysz Melchior von Liechtenf'els. Dem handdie underdonen nitt welen schweren, woltten ein heren undbischoff hann 2 ). Do solches das kapittel sach, ward usz demstatthaltter ein bischoff erweltt 3 ). 5

Inn aller handlungg nach des bischoff dott hand die vonBiel umm das capittel geworben, das innen das meyerdum 4 ) zuhanden kam, und erlangtten umm 7000 krönen die fogty Er-gewe 5 ), hatt by 24 dorffer, doch uff widerlossing. Dordurchbrochten die styff die Byeler dar zu, das sy dye ersten waren i°und schüren dem statthaltter 8 ).

Inn dyssem handel hand sych in Delsperdall 14 meyerdümmitt einer statt von Bassel in ein birgrecht gegangen 7 ), und15 ^ geschworen uff den 13. tag hornung im 1555 jor 8 ).

Febr. 16 Und in dem obgemeltten jor uff den 16. tag hornung ist u

erschinen usz dem Frienberg nämlich der birgermeyster, dermeyer und noch 4, handt ouch begertt birger zu werden 9 ).

Man n Das ist ouch gesehen am 17. tag mertzentz im 1555 10 ).

10. Ha.: brochten die styff in Byeler, das bj. 18. Hb.: anno VII. tag mertzenti.

1) Durch Paul IV. wurde seine am 8. Oct. 1554 erfolgte Wahl zumBischof am 4. Dec. 1555 bestätigt; s. Eubel III 144, und oben S. 156, A. 5.

2) Vgl. Eidg. Absch. IV 1 e, S. 951 ff.

3) Am 8. Oct. 1554; s. oben Anm. 1.

4) D. h. das bisher vom Bischof ausgeübte Recht, den im Rat denVorsitz führenden Meier zu ernennen. Dieses Recht war in der hier fol-genden Pfandsumme inbegriffen.

5) Die Vogtei Erguel, welche das St. Immertal umfasste. Dieser am23. Aug. 1554 geschlossene Pfandvertrag, welcher dem Domkapitel aus seinerGeldnot helfen sollte, scheiterte am Widerstand der Ergueler, und der Streitfand erst im Juni 1555 sein Ende dadurch, dass Basel dem inzwischen er-wählten Bischof Melchior die Pfandsumme lieh; s. Blösch II 152 ff.

6) Sowohl Biel als Erguel huldigten erst am 30. April 155G; s. ebend.S. 165.

7) Laut Wurstisen S. 629 waren es 13 Gemeinden, welche hierüberschon im Dec. 1554 mit Basel einen vorläufigen Vertrag schlössen.

8) Am 13. Febr. zogen Basels Gesandte aus, um am 14. und 15. dieDörfer schwören zu lassen; s. Wurstisen a. a. O. Der beschworne Vertrag,vom 14. Febr., umfasst alle 20 Dörfer des Delsbergertales; s. B. Urkb. XNo. 393.

9) Vgl. Wurstisen S. 630.

*°) Der schon am 13. März besiegelte Vertrag wurde am 17. von den11 Dörfern der Freiberge beschworen; s. B. Urkb. und Wurstisen a. a. O.Von den folgenden 3 Abschnitten ist jeder wieder von andrer Hand bei-gefügt.