338 Schnitts Bischöfe.
i5io anno 1519 jar 1 ). Disser bischoff ist wol erweltt, aber nitbestediget, noch in das bischofflich ampt intretten 2 ), sonderhatz friwillig dem cappittel wider übergeben umb ein jerliche1527 pentz, anno 1527 jar 3 ).
Hans Rüdolff von Halwil 4 ) ward, nachdem und der von 5Diszbach übergab, zu einem bischoff 6 ) erweltt im 1527 jar im(Januar) februario 6 ). Der leisz sich an einnem brüch schniden 7 ) undstarb in dryen wüchen 8 ), und nam also das bistump nit ann,anno 1527 jar.
Philipp von Gundeltzheim ward nach dissem allem zu ein '°bischoff zu Basel erweltt, under Carolo V. und dem bapstAdriano VI. 9 ) und demente VII. und Paulo III. ; ward bischoffanno 1527 jar.
[Disser bischoff hatt der stat Basel die oberkeytt zu BiningeniM3 und Bottmingen versetzt anno 1533 10 ).] 1B
2. Hs.: nach in das. 10. Es.: war nach.
1521; s. Heusler S. 425 ff. u. 430, sowie auch die Urk. v. 23. Juli u. 8. Oct.1522 im B. Urkb. IX No. 539 u. 543. Der förmliche Kaufbrief ist erst vom23. April 1528; s. ebend. X No. 76.
1) Nämlich zu des Bischofs Coadjutor und späterm Nachfolger; fl-ohen S. 155.
2) Um schweres Geld erlangte er allerdings die päpstliche Bestätigung;s. Wurstisens B. Chron. S. 528. Doch verhinderte 1527 sein Rücktritt alsCoadjutor seine endgiltige Wahl zum Bischof.
3) Ueber seinen Rücktritt vom 21. Febr. d. J. s. oben S. 155, A. 4.
4) Schon 1476 war erWartner, und 1484 wurde er Domherr; s. "Wursti-sens Münsterbeschreibung in B. Beiträgen XII 453.
5) D. h. zum Coadjutor und künftigen Bischof, da Christoff von Uten-heim erst am 19. Febr. zurücktrat; s. Wurstisens B. Chron. S. 555.
6) Am 12. Febr. d. J. starb er; s. seine Grabschrift bei Tonjola S. l3-Seine Wahl hingegen erfolgte 3 Wochen vor seinem Tod, also um den20. Januar; vgl. unten Anm. 8.
7) Vielmehr litt er am Blasenstein; s. Wurstisens Epitome, in Scrip'tores rer. Basil. minores S. 83: Cum se ob calculi in vesica cnati dolorelithotomi manibus commississet, Chironii vulneris inclementia obiit.
8) D. h. wohl: 3 Wochen nach der Wahl.
9) Hadrian VI. (f 1523) stimmt nicht zu diesem Bischof, der am 28. Febr.1527 erwählt wurde; s. oben S. 155.
10) Diese Verpfändung wurde am 9. Sept. 1533 vom Bischof versprochen.Doch ist der Pfandbrief erst vom 24. Sept. 1534; s. Brückners Merkwürdig-keiten d. Landsch. Basel IV 341, und B. Urkb. X No. 160.