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mit einander innig verschmolzen sind. Unsere Vor-fahren sahen von der Höhe historischer Gewißheit nochnicht mit Verachtung auf jene Erinnerungen herab,vielmehr waren sie ihnen ehrwürdig und heilig, undihr treuer und kindlicher Sinn benutzte jede Gelegen-heit, sie in öffentlichen Monumenten aus die Nach-kommen fortzupflanzen und zu verewigen. Aus derDämmerung dieser ältesten Traditionen treten, wieleuchtende Sterne, zwei Männer hervor: MarkusAgrippa, der römische Held, der Gründer der Stadt,und MarsiliuS oder MarzelluS, der Volksheld, derGründer ihrer Freiheit. Jener, der edle HerzogMarx, wie ihn auch wohl die kölnische Chronik nennt, istder Tochtermann desjenigen Kaisers, welchen die Sageals Kaiser Oktavianus der alten, wie den CaroluSMagnuS der neuen Welt an die Spitze stellt, undwelchen sie selbst als Heiden verehrt, denn ihm hatdie Sybille schon Maria in der Sonne gewiesen unddie Strahlen des Christenthums haben ihn und seinenEidam erleuchtet. Darum ist Agrippa der Schild-Halter der Stadt mit ihrem alten Wappen. Dieser,der edle und strenge Ritter und Bürger in Köln,Herr MarsiliuS, kann zwar die Feuerprobe der histo-rischen Kiitik »och weniger bestehn, doch bezeichnetder Name Marzellenstein noch heute die Stätte,wo sein Grab auf der Mauer stand, vor den; einstmancher einfältige Schüler wächserne Kerzchen opferte,