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Ueber des Antonius von Worms Abbildung der Stadt Köln aus dem Jahre 1531
Entstehung
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Geschichte gespielt hat, das Interesse an jenenAbbildungen nicht bloß ein Familieninteresse derEingebohrnen und Einheimischen seyn, sondern eswird sich daran schon ein höheres historisches oderallgemein menschliches Interesse knüpfen. Denn, sowie das Portrait, selbst da, wo wir es nie mit demlebenden Original vergleichen konnten, wo wir die«ses nur aus historischer Nachricht kennen, uns lehrt,wie sich der innere Mensch, unter den Bedingungenseiner Natur, äußerlich entwickelt hat; wenn unsdie Züge des Gesichts gleichsam wie eine Melodieerscheinen, die über den Grundakkorden der Seelespielt, und wir deren Einfluß auf die äußere Formdunkel, aber vielleicht nur um so anziehender empfin-den, weil es der Physiognomik noch nicht gelun-gen ist, uns die kontrapunktischen Regeln desselbendeutlich zu machen: eben so werden wir begierig seyn,aus den Abbildungen alter bedeutender Städte zuentnehmen, welche Physiognomie und Gestalt dasGesammtleben der Menschen in ihren bürgerlichenVerhältnissen, da, wo Familien mit ihren Wohn-plätzen in einen abgeschlossenen Umkreis näher zu-sammenrücken und eine Gemeinde bilden, gewonnenund wie sich diese Gestalt im Fortschreiten der Ge-schichte verändert hat. Es ist nicht zufällig, welcheLage die städtische Gesellschaft zu ihrem Sitze auSer-schn, wie sie ihn gebaut, geschmückt oder befestigt