1522. 261
hiesz der Dichler, war ein Schlosser und derraeten 1 ); und derlutener was ein appodecker 2 ) ob dem hausz zu dem Stäblin 3 ):und ein fenrich was ein rnezger, hiesz Gorgian Oberlin oderSchülyi).
Item alsz diser zug zusamen khomen ist, hat man sie ge-schätzt 26 thausendt 5 ), und seündt vil gueter leüten darundergesein ausz allen örtern der Eydgenossen. Und ward geredt,dasz der Franzosz, die Venediger, die Florentiner und die Eyd-guossen ob den hundertthausendt man bey einander gehupt
10 hetten 6 ). Dise grosse mach ist bisz gehen Meylandt gerück,und ein wuchen oder 6 tag umb Meylandt gelegen 7 ), und handtdoch der statt Meyland khein schaden mögen bringen. Dannsie ist besez gesein mit Hispanier und landtsknechten, wolfflit 20 thausendt 8 ). Alsz nun der Franzosz mit allem seinem
15 her und macht nit hat mögen schaffen, hat er sich geneheteiner statt [11] mit nammen Naferr, und die statt benottigetund also mit gewalt ingenommen, und do zu tod geschlagen,
3. Hb. : und ein feirob was ein inezger.
1) Vgl. oben S. 260, A. 7.
2) Der Apotheker Haus Charomellis, der schon 1515 als "Weibel auf"pro. Zug nach Marignano gedient hatte, war auf dem hier erwähnten Zugeni cht Lutener (Leutenant), sondern Lieferherr; s. B. Chron. I 32 und VI (>6.fiachdem er noch 1528 im Stadtgericht gesessen, kündete er im Juni 1529infolge der Glaubensänderung sein Bürgerrecht, zog nach Istein und ver-kaufte 1535 sein Haus zum Roten Löwen an der Freien Strasse (No. 31),^° schon seit 1454 sich eine Apotheke befand, an seinen Berufsgenossenihoman von Thunsel gen. Silberberg; s. B. Urkb. X No. 71 u. 73, ferner°effnungsb. VII 240^ und Histor. Grundb., Freie Strasse No. 31.
3) Das Haus zum Roten Löwen (No. 31) ist vom Hause zum Stebliu■No. 27) getrennt durch das Haus zum Erenfels (No. 27); s. Histor. Grundb.&• a. 0.
4) Schuli war der Beiname des Metzgers Gregor Oberlin, welcher seit&19 das Haus zum Karspach am Rümelinsplatz No. 11 besass; s. Histor.
Ur undb., und vgl. Oeffnungsb. VII 189* und B. Chron. I 32.
5) Vgl. oben S. 259: 24000.
•p 6.) Nachdem die Eidgenossen sich Ende Februar bei Monza mit den
ranzosen und Venezianern vereinigt hatten, wurde das Heer auf über
1)000 Mann geschätzt; s. Anshelm IV 512. Von Florenz, wo es allerdings
galirte, gi ng blos Johann Medici mit seiner Söldnerbande von 2000 zu Fuss
md einiger Reiterei zu den Franzosen über; s. Baumgarten II 93.
7 ) Nur eine Woche oder 6 Tage, vom 6. bis 12. März, lag das Heer0r Mailand; s. Eidg. Absch. S. 184.
8 ) Mit Einschluss der Bürgerschaft; s. Baumgarten II 94, und vgl.'Uten S. 262: 10000 Landsknechte und Spanier.