Einleitung.
Die hier folgende Chronik aus der Keformationszeit war iund-his vor wenigen Jahren in Basel völlig unbekannt. Wir ver- schrift -danken ihre Kenntnis einzig unserm Mitbürger Prof. H. A. Schmidw Göttingen, der bei seinen kunsthistorischen Forschungen über
5 Matthias Grünewald sie im. K. Bezirksarchiv zu Colmar auffand.Die einzige Handschrift, in welcher sie uns erhalten ist, findetsich unter den Akten der Antoniterpräzeptorei Isenheim undträgt die Signatur H 69, 2. Von ihren 20 Blättern in Folio,die ein blauer Papierumschlag deckt, sind nur die 2 letzten
'o leer geblieben. Die übrigen 24, mit moderner Paginatur ver-sehen, enthalten auf S. 1—47 die von einer Hand des ausgehen-den XVI. oder beginnenden XVII. Jahrhunderts geschriebeneChronik, die jedoch nur von 1521 bis 1526 reicht, und auf"• 48 folgt von späterer Hand blos noch der Tagsatzungs-
16 beschluss vom 28. Juni des letztgenannten Jahres 1 ).
Schon die zeitliche Kluft zwischen dem Inhalt der ChronikUn d der Fertigung dieser Handschrift lässt es bezweifeln, dasssie des Verfassers Urschrift sei. Noch deutlicher aber zeigendie vielfachen Schwankungen zwischen der Rechtschreibung
20 Yova - Anfang und derjenigen vom Ende des XVI. Jahrhunderts,sowie auch manche sinnstörende Entstellungen, dass wir hiernu r die sehr mangelhafte Wiedergabe einer Vorlage haben,deren Schriftzüge und Rechtschreibung dem Abschreiber nicht^ehr geläufig und deshalb auch nicht immer verständlich
% waren.
Laut einer Archivnotiz in dieser Handschrift stammt die- Verfasser,selbe aus dem Nachlass Justus Firmin Brombachs, des SchwagersVon »Franz Beer, Administrator zu Isenheim«. Gesetzt nun,dieser Letztere sei kein andrer als jener Franz Bär, welchergleich seiner ganzen Familie infolge der Reformation aus Basel
1) Diesen BcschluBS s. Eidgen. Absch. IV la, S. 953.
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