Druckschrift 
7 (1915)
Seite
136
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]_ Blauensteins Bischöfe.

zeitgenössischen Aufzeichnung beruhen, die sich gleichfalls nur hiernoch vorfindet.

Da die Zusätze des Fortsetzers von 1529 sich auf dasselbeWerk beziehen wie diejenigen Brilingers, so ordnen wir sie unterdiese ein, nach der Reihenfolge der Bischöfe, und unterscheiden sie 6von jenen durch eckige Klammern. Zugleich aber lassen wir schonbei den Zusätzen Brilingers, soweit es zum richtigen Verständnisnötig erscheint, die Anschlussteilen aus Blauenstein in Cursivschriftvorausgehen. Unter den Zusätzen des Fortsetzers übergehen wireinzig einige Nachrichten, welche unverkennbar auf den in Bd. V 10und VI bereits veröffentlichten Grössern Basler Annalen beruhen.Dem Zusatz über das Grab der Königin Anna hingegen fügenwir die schon oben erwähnte deutsche Version aus der Beinheimi-schen Handschrift bei 1 ), da sie zum vorliegenden Text einige Er-gänzungen bietet. Die Varianten bei Trouillat bezeichnen wir 15mit Tr.

Hinsichtlich der Rechtschreibung ist einzig zu bemerken, dassschon Brilinger, als Humanist, für ae nicht mehr das mittelalter-liche e schreiben will wie Blauenstein. Da jedoch in der Aus-sprache das herkömmliche e für ae ungestört fortlebte 2 ), so schwankt 20er beim Schreiben immer noch zwischen ae und e, und dasselbegilt auch von seinem Nachfolger. Im Druck jedoch setzen wirüberall ae, soweit der Text nicht auf einer altern Quelle beruht.

Zu Pantalus (S. 109).

Iste Pantalus fuit comes de Vroburg 3 ), ut reperi in catha-25logo virorum illustrium ac serenissimorum archiducum Austriae,quem jussu Maximiliani doctor Jacobus Manlius diligentercollegit 4 ).

Martyrio coronatus est [anno 454. In quo supputationistempore Eusebius, Sigebertus, Anthonius Sabellicus et Tem-3»porum fasciculus concordant 6 ), licet iu historia sancte Ursule et

1) S. oben S. 135.

2) Noch zu Anfang des vorigen Jahrhunderts wurde in Basel das la-teinische ae wie e gesprochen.

3) Diese Zuweisung an die Froburger beruht wohl darauf, dass unterden frühesten Bischöfen von bekannter Herkunft mehrere diesem Grafen-haus entstammten; s. oben S. 114, A. 8, u. S. 115, A. 1 u. 3.

4) Gemeint ist vermutlich dessen »Fürstliche Chronik«, die ich nichtkenne; s. P. Albert i. d. Zeitschr. f. Gesch. d. Oberrheins, N. F. XX 186 ff.

5) Vom Hunnenfürsten Julius, der das Martyrium der 11000 Jung-trauen befalil, sagen schon die Flores Temporum: qui alio nomine Athilavocabatur. Deshalb ist Julius hier ersetzt durch Attila, und dementsprechenddas Jahr 238, wie Blauenstein hat, durch 154 aus Siegbert von Gcmbloux;