Beilagen.
Die Zusätze zu Blauensteins Chronik.
"Wie wir schon in der Einleitung sahen, so wurde um 1510die Chronik Blauensteins durch Hieronymus Brilinger in humanisti- 6schem Sinn überarbeitet, zugleich aber auch durch eine Reihe vonZusätzen erweitert, und diese seine Arbeit ist uns in der von ihmgefertigten Handschrift Z 37 der Kantonsbibliothek in Aarau er-halten 1 ). Die meisten dieser Zusätze schöpfte Brilinger aus demnoch vorhandenen Jahrzeitbuch des Domstifts 2 ), das er als »über 10vitae chori ecclesiae Basiliensis« auch mehrmals anführt. Da jedochdort nur selten eine Jahrzahl steht, so bezieht er dessen Angabennicht immer auf den richtigen Bischof. Von sonst noch erhaltenenQuellen, auf die er gelegentlich verweist, ist ausser zwei Urkundenvon 1283 und 1400 einzig Hermann von Reichenau zu nennen. Mit 15dem bei Bischof Pantalus erwähnten »Catalogus virorum illustriumac serenissimorum archiducum Austriae« des Jakob Manlius ist ver-mutlich dessen »Fürstliche Chronik« gemeint 3 ). Zu den seitherverlornen Quellen hingegen gehört eine Urkunde von 1343 überdie Weihe der Kirche zu Pfeffingen, sowie auch das Jahrzeitbuch 20der St. Johannisbruderschaft der Kapläne des Münsters. Bei BischofFridebert, welchen Blauenstein »Fridericus« nennt 4 ), bemerkt Bri-linger nur allgemein, dass derselbe »in aliis codicibus« Fridebertusheisse. Ebenso beruft er sich für einen Zusatz bei Hartmann Münchauf »quidam antiquiores Codices«, und bei Friedrich ze Rin be- 25
1) S. oben S. 104.
2) Jetzt im Landesarchiv zu Karlsruhe als Nekrolog No. 3, wovon eineCopie im Basler St. Archiv, Domslift Bd. A, und Auszüge bei Trouillat. I nder Ausgabe in Böhmers Fontes IV 145 ff. sind die hinten beigefügten Jahr-zahlen blosse Zutaten des Herausgebers und keineswegs immer richtig.
3) S. P. Albert in Ztschr. f. Gesch. d. Oberrheins, N. F. XX 180 ff.
4) S. oben S. 111.