1192—1308. 117
Petrus Rieh episcopus, tempore prescripti regis Rüdolfi etPape Honorii V.').
Hie instituit et dotavit primo cottidiaDam distribucionemin choro Basiliensis ecclesie 2 ], et obiit anno domini 1296, se- 12965 pultus ante altare beate virginis 3 ).
Petrus de Aspelt 4 ) episcopus Basiliensis primo, postea ar-chiepiscopus Maguntinensis factus.
Hie frater ordinis Minorum et medicus fuit 5 ). Basiliensemecclesiam presedit circa annum domini 1300°), tempore pape um «oo10 Clementis V. 7 ), et obiit Maguncie et ibidem sepultus anno do-mini 1320. 1320
Eo tempore rex Albertus dux Austrie filius dicti Rüdolfir egis regnavit, et fuit interfectus die sanetorum Philippi et Ja- JS03cobi apostolorum in loco, ubi nunc summum altare est situm''monasterii Küngsfelden, anno domini 1308, a duce Johanne filioiratris sui 8 ), qui eciam vocabatur Rtidolfus, ipsi Johanni duci»stantibus Walthero de Wart 9 ), qui actum manu perfecit, et
10. Hb.: Clementis VI.
später, 128G, zum Erzbischof von Mainz erhoben; s. Tr. II No. 203 u. 330,auch unten Beil. I. Das Jahr 1285 in der Hs. erscheint demnach entstellt»us 1275 oder 1286.
1) Er war Bischof seit 1286; s. Tr. II No. 328. Ueber ihn, der schon1274 erwählt, aber nicht bestätigt worden war, s. Wurstisens Münster-beschreibung in B. Beitr. XII 441 ff., auch unten Beil. I, zu Heinrichv °n Isny.
2) Das betr. Statut, welches zwar erst 129S, jedoch im Auftrag desVerstorbenen Bischofs, durch Dekan Heinrich von Bechburg erlassen wurde,s -_ itn Landesarchiv zu Karlsruhe, Nekrolog 3, Bl. 5. In der Basler Copiedieses Jalirztb. d. Domstifts finde ich es nicht.
3) Genau so bezeichnet sein Grab das Jahrztb. d. Dornst.; s. Tr. IIWo. 489. Vgl. auch Gräberbuch d. Münsters S. 49: in capella virginis Marie.~~ Die Kapelle mit diesem Altar lag unter dem Kreuzgewölbe der linkenSeite des Lettuers, welcher den Chor des Münsters vom Schiff trennte; s.Fechters Top. S. 12.
4) Es i s t ungewiss, ob er aus Aspelt bei Luxemburg gebürtig warod er dem Trierer Geschlecht Aichspalt angehörte; s. Allg. D. Biographie.
5) S. Tr. II No. 490, A. 1. Die Bezeichnung als Minorit beruht wohlai 'l Verwechslung mit Heinrich von Isuy.
6) Er regierte 1296 bis 1306, wo er Erzbischof von Mainz wurde;s - ebend. II No. 490. Weiteres über ihn s. unten Beil. I.
7) Das Folgende, bis 1320, stammt aus dem Jahrzeitb. d. Dornst, z.°- J uni, z. T. gedr. bei Tr. II No. 490, A. 1; vgl. unten Beil. I.
8) Bis hier stimmt dieser Bericht wörtlich mit Blauensteins Zusätzenu den Elor. Temporum; vgl. oben S. 76.
9) Walther hiess der Freiherr von Eschenbach, während hier Rudolfv °n Wart gemeint ist.