1040—1190. 115
Ortliebus 1 ), Heinricus de Hornberg 2 ), Ludvvicus 3 ), et Hugo
de Hasenburg 4 ) succesive episcopi Basilienses, tempore summo-
rum pontificum successive presidencium Honorio IL, Celestiuo IL,
Lucio IL et Eugenio III., et imperatorum Conrado III. et Fri-
5 derico priruo [anno domini 1140 et consequenter] 5 ).
1) Ortlieb, vorher Dompropst, wurde Bisehof 1137; s. Tr. I No. 176 u.1"9. Sein längst verschwundener Grabstein, der ihn »Ortliebus de Vroburg«nannte, setzte seinen Tod auf den 18. Aug. 1167, und damit stimmen ver-schiedene Annalen, die ihn als Begleiter Kaiser Friedrichs I. 1167 in Italienan der Pest sterben lassen; s. Tonjola, Basilea sepulta S. 1 und Mon. Germ.Scr. XVI 94 und XVII 315. Jedoch eine Urkunde vom 6. Aug. 1167 nenntbereits seineu Nachfolger Ludwig, und weitere Nachrichten lassen diesenschon 1164 regieren; s. Tr. I No. 225, 226, 234 u. 235. Dieser scheinbareWiderspruch nötigt daher zur Vermutung, dass Ortlieb 1161 zwar nichtgestorben, wohl aber vom Bistum abgetreten sei, um sich fortan ganz demDienst des Kaisers zu widmen. Dieses erscheint auch um so denkbarer,da sein Nachfolger Ludwig gleichfalls ein Froburger war; s. Tr. V No. 5.Ueber Ortliebs Grab s. unten Beil. I.
2} Heinrich von Hornberg (im Schwarzwald), den erst die spätem Ge-schichtsschreiber »von Horburg« nennen, folgte 1180 auf Hugo von Hasen-burg und starb am 26. Sept. 1190 auf der Heimfahrt vom dritten Kreuzzug;8. Tr. I No. 249. und II No. 15 u. 16 (wobei in No. 15 statt 1180 zu lesen!st: 1181), ferner Marbacher Annalen in Mon. Germ. Scr. XVII 165, undJahrztb. d. Dornst, z. 26. Sept.
3) Ludwig, der 1164 auf Ortlieb folgte, war ein Bruder Graf Vol-mars IL von Froburg. Da er vom Gegenpapst Paschalis III. ordiniert war,so wurde schon 1176 durch den Vertrag von Anagni sein Verbleibon imAmt in Frage gestellt, worauf jedoch erst im März 1179 im Concil zu Romseine endgültige Absetzung erfolgte; s. Tr. I No. 225, 226, 234—236 u. 245,ferner B. Urkb. 1 No. 42, und vgl. oben Anm. 1.
4) Hugo, Freiherr von Hasenburg, war ein Enkel jenes Hugo, welchersich von Kalmis (Charmoille, 1 St. n. v. Asuel od. Hasenburg) nannte und*»schof Berchtolds von Neuenburg Schwestersohn war; s. W. Gisi im Anz.1- Schweizergesch. 1886, S. 94 ff. Als Domherr erscheint er schon 1169;*' * r - V No. 5. Doch als Bischof ist er nur bezeugt durch eine Urk. vomA Pril 1180, im B. Urkb. I No. 49, und durch das Jahrztb. d. Dornst, wo-nach er am 15. Mai starb. Laut Schnitts Wappentafel der Basler Bischöfeagierte er nur 20 Wochen, also von Weihnachten 1179 bis 15. Mai 1180," n d damit stimmen die Marbacher Annalen in Mon. Germ. Scr. XVII 161,Wonach er nur im Jahr 1180 regierte, wo er starb. Wenn nun einzig seine^rabschrift bei Tonjola S. 1 ihn schon 1177 sterben lässt, so wird diese^ahrzahl schon dadurch widerlegt, dass er noch z. J. 1178 als Propst von^ Ursanne bezeugt ist; s. Tr. I No. 240.
, 5) Dieses Jahr, welches den Regierungsantritt Ortliebs bedeuten soll,Muht auf der irrigen Voraussetzung, dass dessen 2"jährige Regierung bis
^! seinem 1 167 erfolgten Tode gewährt habe, während diese 27 Jahre in»klichkeit von 1137, wo sein Vorgänger Adalbero III. starb, bis zu sei-em 1164 erfolgten Rücktritt zu zählen sind; s. oben Anm. 1,
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