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7 (1915)
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Einleitung.

Di

'ie Flores Temporum beschreiben die Weltgeschichte, i'ian derindem sie die höchsten Häupter der Christenheit, nämlich die romk 'Päpste und römischen Kaiser und Könige der Reihe nach auf-

5 zählen und hei jedem dieser geistlichen und weltlichen Herr-scher berichten, was unter seiner Regierung geschah. Als nunBlauenstein die Abschrift und Fortsetzung dieses Werkes voll-endet hatte, lag ihm, als einem Geistlichen des Basler Hoch-stifts, wohl am nächsten der Wunsch, neben der Geschichte der

0 Päpste und Kaiser auch eine solche der Bischöfe von Basel zubesitzen. Doch da war kein älteres Werk vorhanden, das überdiese Kirchenfürsten in ähnlicher Weise Auskunft gegeben hättew ie die Flores Temporum über die Päpste. Wohl hatte der1460 verstorbene Heinrich von Beinheim, der einst gleichwie

5 Blauenstein ein Schützling Bischof Johanns von Fleckensteingewesen, eine bis Johann von Veningen reichende Chronik derPasler Bischöfe geschrieben. Jedoch sein Werk beginnt erstnut Johann von Vienne, indem er für die frühern Bischöfe nurkurz auf ein Jahrzeitbuch verweist, welches in der obern Sa-kristei des Münsters aufbewahrt werde, und wo die Namena Per Basler Bischöfe bis auf Johann Senn von Münsingen,den Vorgänger Johanns von Vienne, geschrieben stünden 1 ).Auch Beinheim kannte somit über die altern Bischöfe einzigdieses seither verlorene Verzeichnis aus dem XIV. Jahr-

5 hundert.

Wie für Beinheim, so', bildet auch für Blauenstein der umdie Mitte des XIV. Jahrhunderts regierende Bischof Johannkenn von Münsingen die Grenze zwischen der alten und derspätem Zeit. Denn erst zwischen diesem und seinem VorgängerJ ohann von Chälon schaltet er die Bemerkung ein, daß von den

!) S. B. Chrou. V 350.