Einleitimg. 27
Vetters Heinrich 1 ). Doch wichtiger als dieses sein Testamentist für uns sein den Karthäusern hinterlassenes Buch.
Diese Handschrift, welche in der Karthaus die SignaturaJ^^
5 C 42 trug, aber samt dem übrigen Bücherschatz dieses Klosters 2 )1590 in die Oeffentliche Bibliothek gelangte, war seither langeZeit mit E III 10 signiert, trägt aber seit Mitte vorigen Jahr-hunderts die Signatur D IV 10 und enthält 194 Papierblätterin 8 03 ) (Wasserzeichen: Gothisches P mit Kreuz darüber). Die
io Foliatur, durchweg noch von Blauensteins Hand, überspringtdas erste Blatt und bezeichnet die nächstfolgenden 25 mit denBuchstaben a—z 4 ), die übrigen hingegen mit römischen Ziffernvon 1—168. Mit Ausnahme von Bl. 150—151, welche erst inder Karthaus beschrieben wurden, ist der ganze Inhalt von
15 Blauensteins Hand gefertigt und mit sorgfältig ausgeführten,teils roten, teils blauen Initialen geziert. Der Einband, vonHolz mit gelblichem gepresstem Lederüberzug und Ueberresteneiner metallenen Schliesse, scheint samt einem Vorlegeblatt vonanderm Papier erst nachträglich erstellt zu sein, also in der
20 Karthaus, und wohl erst bei diesem Anlass wurden die Blätterglatt beschnitten, wodurch einzelne Blattnummern versehrt sind.Zugleich wurden diejenigen Blätter, mit welchen ein neuer Teildes Inhalts beginnt, zur Erleichterung des Nachschlagens mitOehrchen von farbigem Leder versehen. Auf dem vordersten
25 Blatt aber lesen wir, von der Hand des damaligen Bibliothekarsder Karthäuser, Bruder Georg Carpentarii 6 ), geschrieben, nebender schon erwähnten Signatur C 42 und einer kurzen Inhalts-angabe noch die Aufschrift: »Liber domus vallis beate Margereteordinis Cartusiensis in Basilea Minori, quem donavit dominus
35 -Nicolaus Blawstein quondam ecclesie Basiliensis capellanus«.
Schon durch die zweierlei Foliaturen erscheint das Buch Hauptinhaltin zwei an Umfang sehr ungleiche Teile geteilt, und diese Teil«.unterscheiden sich von einander auch durch ihren Inhalt. Ueber-gehen wir vorläufig den vorderen Teil, so beginnt auf Bl. 1
1) S. oben S. 22.
2) Ueber diese Bibliothek s. B. Chron. I 235 ff. u'. 320, A. 2, fernerL. Sieber, Informatorium bibliothecarii Carthusiensis, Jubiläumsausgabe fürAndreas Hcusler z. J. 1888.
3) Ausserdem sind vor Bl. 19 u. 09 zwei halbe Blätter desselben Pa-piers eingeklebt, welche Nachträge von Blauensteins Hand enthalten.
4) Die Zahl 25 wird erreicht, indem s und t doppelt vorkommen, wäh-rend u und to fehlen.
5) Ueber ihn s. B. Chron. I 309 ff. u. 359ff.