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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
Entstehung
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Kunst-B üch lein.

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Schwefel Bilder zu giesjen.

Nimm einen vertiefften Model / schmier ihn mitMandel-Oel/ nimmalsdanndenS6)wefel / zerlaßihn in einen Geschir:/wann er zergangen ist/nimmFar-ben welche du will / wie das Bild seyn solle / wann dieFärb wol durchmengt ist / so gieß es in dm Model/und laß es wieder erkalten.

60.

Einen gebrochnen Marmel wieder

gany zu machen.

Nimm ein Hartz-Pech/ laß es gar heiß zergehen/und gieß es in einenMohej/darein thu gestoßnenMar-melstein/ und rührs durchemander / bis es verhärtet/,darnach nimmt man einen ^chleiffstein/ und schleiffrsab / bis es fein glatt und ebenwird/ die Polirung »stLein-Oel / mit einem Filtz wol gerieben.

^ 67.

Stein Fluß zu machen.

Nimm schönen weisen Kisel/laß ihn glühend wer-den/leg ihn m kaltes Wa,ser- laß ihn wieder abkühlen /und wieder glühen / und msWasserchun / auch beyeinem wannen Ofen /oder an der sonnen wol trock-nen / alsdann im Mörsel zu Pulver geflossen/, und ge-fähet/davon nimm z. Loth/und der besten TurckMnMening 9. Loth / thu es in ein neues verglasirtesHase-lein / den SteinaufdenBoden/und den Menig obendarauf/ Verdecks mit einer gehäben HafewDecke/undverlunrs wol / laß es in einen Hafner-Ofen wol bren-nen. Will mans aber Goldfarb haben / Nimmt manum 2. Loth weniger Menig; willmans roth haben/ sonimmtnlan an statt derKißling-Stein von dem grü-nen Fluß/ pulvert ihn aufdas klemeste / und nunmt6. Loth davon/ und z. Loth Menig/ das Pulverunter sich / und die Färb obenauf/aber sie müssen nochstarcker / als die grünen gebrennt werden.

62.

LLy Grund/darein man mit der Feder

kanradlren.

Man nimmt weisses Wachs ein Loth / dzlopko-nium ein halbs Quimel/ aus der Hirnschalso fein frisch seyn soll/ein Quintlein / ein klein wenigRödelsteinnach Gelegenheit/ der soll aber vorher ge-glühet / und hernach trocken gerieben seyn / ein halbsQuintlein Asphaltum / ein Quintlein Mastix / alles zu-sammen zerlassen/ und klar abgegossen / mir einer Fe-der auf das warmeBlech/ wie gebrauchig/ angetra-gen/ und man muß verhüten / daß kein Staub oderUnflat darauffalle/ und es also erkalten lassen / her-nach rsisst man die Figur / mir folgendem Schwartzauf Pappier. Man nimmt Kühn-Ruß/welcher in ei-nem verlurirten Hafen wol gebrennt ist / und erglühethat/ und scharret ihn hernach ungeöffnet in einen trock-nen Sand/ daß ersich selbst wieder dämpsset/hernachwol abgerieben mit Wasser / und darunter ein wenigGummi und Alaun gethan/ daß man damit reissenkan / will es nicht gern aus der Feder fiiessen/ muß mangar ein wenig Wein-Eßig daran giessen; darnach zie-het man es durch ein rein Wasser/ damit gedachter

Riß feucht werde / und legt es auf einen glatten Tischoder Brett / so laufft solches Wasser ab / hernach legtmansaufdaszugerichteKupffer-Platt / und rechtesmit einem glatten ^rem / oder andern glatten Instru-ment/ aber doch nicht starck daraufgedruckr / daßesdem Grund nicht schade/ und leget auch zuvor emenreinen Bogen Pappier aufjenen nassen / samt einemeinfachen leinen Tuch / und reibr es so bald ab / wanndieses geschehen / nimmt mans wieder herab vomKupsser / so wird man alsdann den Riß gantz aufdemKupffer-Plat finden/ alsdann schneidet man allerleydienliche grobe und kleine Federn / und radirt mit den-selben nach bestem Vermögen/massen man mit etlichendie Strich kan starck / schwach oder subril führen,die. Ehe man noch den feuchten Riß abtrocknet / kanman vorhero denEtz-Grund/vermittels einesPensels/mit zarten und wolabgeriebenen Bleyweiß überfah-ren/ von dünnen Gummiwasser-Leim angemacht/sowird man den Abriß hierauf viel Heller sehen können /weil derEtz-Grund sonst mochte blenden/ wann nunalles gezeichnet ist / so zerlässt man Wachs und Ter-pentin untereinander / welches gibt den Rand insKupffer/ die Figuren verbessert man fleißig mit einemheissen Instrument/ damit so wird das auszugiessenbereitete nicht können durchdringen/ nur daß

man solches zu rechter Zeit nach Gutduncken wiederabgiesse.

6z.

Horn wie Schildkrotten zu paiyen.

Man nimmt rein und durchsichtiges Horn / wiees Flaschner in den schönen Laternen gebrauchen / mannimmt hernach frischen ungelöschten Kalch / gestossenGold-oder Silber-Gelött/ mit scharfferSeiffensieder-Laug angemacht/ gar geschwind auf die eine Seilendes Horns mir einem Pensel dick aufgetragen / undnach Art der Schildkröten / mit ordentlichen natür-lichen Flecken gezeichnet/wann es genug gebissen / sothut mans herunter/ und polirt die andereungepaitzreSeiten auf folgende Masse: Man nimmt Bimsen-stein und Wasser/ damit die Beulen / Höcker oderNarben alle heraus geschliffen / hernach mit Schabst,Heupolirt/ dann nutgläntzenden linden Kohlen/ zu-letzt aber mit trockenen zartenTrippel/derzuvor durch-gebeutelt ist/ den thut man in ein rein leinen Tüchlein/und stäupet es durch / allzeit so viel aufdas Horn/alsman mir dem Hand-Ballen abpoliren kan / davonwird es so hell und Spiegel-glatt/daß man es von demNatürlichen fast nicht unterscheiden kan / und wanndas Horn etwas krumm worden/ so hält man es baldüber glühende Kohlen/ so wird es weich und gelind /daß man es nach Gefallen beugen mag/ unter dasge-paitzte Ort legt man ein Foliumetwan von Pappier/oder lanalecht geschlagnen Messing / worauf aufsPappier schöne Turckische Menig / Lacc oder Zinobecgestrichen / oder man mags gar aufs Horn streichenund hernach an gehörigen Ort und Stelle/mit klarendurchsichtigen Leim anleimen.

64.

Rupffer Stich auf ein Glas

zu brmgen.

Thu Scheidwasser mir einem Pinsel auf beede

Sei-