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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Des Adellchen Land, und Feld- Lebens

cxxi.

!on Klbern und Mfpen.

Er Albern sind zweyerley Geschlecht/ und wirddie erste von den Lateinern ?opu ius aib->>die an-dere aber popuius niZra genandt/ist auch eingemeiner Inwohner und Zierde der Auen/ hatschöne linde Blätter / inwendig nur weißlichter Wolleüberzogen/er kan wie dieFelber von seinen abgehauenenglatten Stangen an feuchtenOrten leicht fortgepfianyetwerden / gleicher Weise wie die Feiber. Dieser Baumwachset hoch / wo er behaglichen Grund findet/ wurtzeltaber nicht tieff ein/daher er von den E turinwinden offtSchaden leidet; er wachset sonst bald übersich / hat eineweisse glatteRinden/ eckichte Blätter/ wie eine Reben/aber kieiner und fetrer/har einweisses/weicheS Holtz.

Der schwartze hat breite / oben spitzige/ und etwaszerkerbte / grün - und glatte Blatter / die an lan-gen Stielen hangen / sein Holtz ist etwas gelblicht undnicht so weiß/ als an dem el sien/ lässt sich auch wegen sei-ner Härtiakeit schwerlich zerspalten; ehe dann dieBlät-ter an denMern ausschlagen/werden erstlich iänglichteKnöpfslein/ wie ein Gerstenkorn/doch grösser/gantz fettundölicht/roth- oder braun gelblicht an der Färb/undklebericht/ eines angenehmen Geruchs; daraus endlichdie Blatter erwachsen: in der Apothecken heisst man sieAlberbrossen. Auf diesem Baum wachsen auch (wie i'--KcrnTmontanu« bezeuget) länglichte Zapffen/nach wel-chen träublichte Aesilein kommen / mir runden Beerenbesetzt/welche/wann sie zeitig werden/wie eineWoll ver-fliegen ; dieser wurtzelt besser und fester ein / als die ersteArt/er wachset auch höher/und wird bißweilen an seinemStamm ein Hartz/wie an den Kirschbäumen gefunden/so warm ist im andern Grad/ und hat eineKrasst zu rei-nigen und zu saubern Die Rinden von den Albern ge-kocht/ soll gut für das Hüfft und Lendenwehe seyn/ wieLercnus bezeuget:

LTpiuivccuIlus viÄkcoxcnciice morbuspcrtunt, Klßrellu8 äiro lanzuors morsiur;populus alb.i 6ab!t mecjico» clc corticc poluz.Die mittelste Rinden davon ist gut für den Brand/ derGafft von den Blattern warm in die Ohren gethan /stillet derselbigen Schmertzen. Die Alberbrossm zerstos-sen und mit Hönig vermischt/vertreiben dieDunckel-heit der Augen / angestrichen. Schöne Haar zu zigeln /zerstösst man die Zapsslein mit Butter / legt es in einenTopss/vermacht den woi/ und lässts also 8.Tage stehen/hernach setzet mans zum Feuer / biß der Butter zergehe/den seyhet man durch ein sauber leinen Tüchkin in einreines Geschm/und ss offt man das Haupt gewaschenund abgetrocknet hat/ scbmieret man die Haar mit dieserSalben/ so werden die Haar davon viel schöner/ wach,sen eher und länger. Die Wolle stillet das Blut/wie/onltonu« bezeuget»

Die bekannte Salbe/ ?opoicum genandt/ wird aufmancherley Arten bereitet: ZumAnsang desFrühlinge/nimmt man der sr-schen rothgelblichtenAlberbrossen einhalbes Pfund/stosst sie wol zu einen Koch/und vermischtsie mit frischen Schweinen Schmaltz/das nicht gesalhenist / so viel man will / thut es in ein inden Geschir: / undsetzt es in den Keller/biß daß man nach und nach einsam-le/ Magenblatter/ Creul-wurtzcn/so die gelben Blumenträgt / und die jungen Schoß von den Brombeerstau-den jeedes z. Loth/stössr alles wol zusammen/und mischtes mit der vorigen Materi / lasst es etliche Täge also er-baitzen/hernach setzt mans auf eine gelinde Glut/gicsst e>nwenig frischen Wein daran/und lasset es gemach sieden/! biß alle wasserige Feuchten verzehrt ist/ seyhet es dann! und behälts. Wann jemand in l )Wgen Fiebern nicht! schlaffen kan/soll man nehmen die Latwergen /

Nicolai genandt/und mit dieser Salbe vermischen/ ausein Tüchlein streichen/ und aus die schlafe legen. Eswird auch diese Salbe aliein in brennenden Fiebern / daman nicht ruhen mag / ausdie Stirne / Schläfe / Pülße ^und Sohlen geschmiert; T^bcrnXmsnlZn ux schreibet:Diese t^albe auf den Nabel geschmieret / soll schwitzendmachen.

vioscoriäes lehret / wann man die Rinden des Pap-pelbaums klein zerschneidet/ sie in wolgedungte Furchen^ leget/darinn man sie (wann es nicht regnet) mitWasserbesprengen kan/so bringen sie das Jahr-durch guteSchwammen/die nicht gifftig noch schädlich sind/wie di,andern/und sind gar gut zu essen.

> Der Aspenbaum wird ^re mul., und ?opulu,

! c» genennet; den ersten Namen hat er von seinen durch

> geringe Lufft zitttrenden Blattern/Hat noch dunckelereBlätter als der schwartze Alberbaum / auch harter undrundlichter/wachset nicht allein bey Wassern/sondernauch sonst in den Wäldern. In die Wiesen soll manweder diesen noch die Albern setzen/ weiln sie durch ihren(Schatten / und grossen Wurtzeln / das Zunehmen desGrases verhindern. Diolconäes schreibet bey labe»

, nTmontsno. wer eine Aspen gerten in der Hand tragt,soll am Wandern nicht müde werden. Der Sasst/ soaus den Aspen fleusst/ soll die Wärtzen und Zittermählevertreiben. Es wächset dieser Baum auch in den Ge-bürgen/darum ihn die Welschen ?c>polo momano nen-nen/trägt auch Zapffen/wie der schwartze Alberbaum/sein Holtz/weil es glatt und weiß/wird von den Drechs-lern gebraucht. Die Kohlen nimmt man zum Schieß-Pulver; aus der Rinden macht man Fackeln / weil siegern und bald brennen.

PZt. ^cislkcrlus 1 ke aZrsriZ ,86.

schreibet : I >?on cjlcquicquum lcrcncjum.illo tricjuo.czuo srlzor trcmul» sbjicil b^bcrnas iuszxemmss,

c»>>. cxx».

Uon den Nrleii.

S werden zwar von etlichen mehr Gewächse un- einBronnen-Ader daselbst verborgen; so hab ich aber

ter die Wasserbäume/sondei lich die Bircken/mit vielmals solche sehen auf hohen Mauren und alten »den

aerecbnet; und vermeynen/daß/ob sie wol zu Zei- Gebäuen/ imcr ruclcr-, wachsen und bekleiben/daher ich

ten auf Felsen wachsen / doch solches herkomme/weil sie auch hier ausmustern/und in das letzte Buch unter

d.7