Siebendes Buch/ Ackerbau.
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must du auch in einem grossen Schaff oderGeschin al-ten etliche Wochen-lang gestandenen Manns-und-Knabey-Urin haben/oben abschöpffen/ und weg thun/den (°?eiffen-Jest aber unter die t-ces Urin« mischen/und denSaamen/Korn oderWaitzen/biß er geschwel-let/Tag und Nacht/ mehr oder weniger / hinein wei-chen,'doch muß dieser Saamen gar dünn g^säet/ unddarffdas Feld nicht gedunqet werden.
Wo man Sommer-Waitz und Sommer-Kornhinbauen will/ soll der Saamen nur vor der SaatzeitimMiftdrodeinaeweicht/und dasFeld imOctober/denHerbst vsrher/Winter-bracht werden; von vielen wirdfür das beste gehalten/den Saamen im Frühling säen/einackern und wol eineggn.
Doch alle dergleichen Sachen lassen sich eher beykleinen Anbau oder in Gärten und Weinbergen/ alsbey grossen weiten Feldern practiciren. Darum die be-sten Wirth die alte Weise für die beste halten/ wäreauch nicht zu wissen/ wohinaus man mit der Vieh-Dung wolte/wann man sie nicht in die Gatten Fel-der/ Wiesen und Weinberge führen soite.i-a curiolui»trsvizzlia pcrzuko.
Noch diese Stücke will ich dem günstigen Leser/ausHenn Georg Andrea Bocklers Haus - und Feld-Schul/ anzeigen/ wie man schöne vollkommeneFruchtaufdem Felde zeugen/und dieAcckerohne Mist düngenkönne: Man sammlet/sagt er/in einem Faß/ Regen-wasser/ decktS mit demausge'yobnen Boden-Deckelwieder zu; wann das Faß ein Vierling hält/ so thutman zwey Pfund geschmeltzren Salpeter darein/ dergar rein gestossen seyn solle / rührts mit einem Holtzherum / also daS solcher im Wasser zergeh/und lasset esstehen/ biß mans brauchet. Je alter «s ist/ je besser eswird/ wann es zwey Aahr stünde/ war es besser. ZurZeit der Sommer-und Winter-Saat lasst man dieSaamenfrüchte/ausmessen/ undbesprenat sie durcheinen Sprützr rug mit diesem angemachten Regenwas-ser/ rührt es stets mit einem Rechen oder höitzernenSchauffel/besprengt und netzt es wol/ doch nicht mehrals was die Frucht mag annehmen/ und das Wasserdavon ablauste/ lässets also ausgebreitet denselben Ta-ge ligen. den andernTag besprengt mans noch einmal/rührt und lässet es ligen/ biß es ein wenig austrocknet/so in einem halben Tage geschehen kan/ säeres hernachaus/wie gebrauchig.
Das Zlcker-Keld muß man vor also bereiten: Mannimmtgefchmeltzten Salpeter/ auf ein Iuchart Feld
15. Pfund/ den Salpeter zerschlagt man in Brockensogrsß als Haselnüß / saer darnach selbige auf einAckerfeld im Frühling oder Herbst/daß solche Brockenweitläufig von einander fallen / egets und überfahrtsmit einem Pflug/ und säet die obige Frucht darein; aufdiese Weise wird die Frucht viel eher zeitig/ an Strohund Frucht grösser/und gibt also mehr Garben: es istauch (sagt Her: Bückler) diese Frucht gesünder/ alssonsten/wächst kein Unkraür und Ungezieffer/ das denFruchten schädlich ist/aufdicsem Feld. Gleicherweisekan man andere Saamen und Garren^ewächsc / wieauch Weinberge damit dunqen/und schone Frucht zeu-gen; wann man will/kan man solches -ährlich thun/und darff das Feld nicht Brach ligev«.'> n. DasJournall^o-n. III. toi. 2 . su?e,blais0V0N dieserMateua^'cKunLccrctiulvr n.u , pourIz mulliplicstion cles Zrsins, cle Ic« trem^er
czuelc^uc ijzn8 uns csrtöins lcssivc, rcmplis clu
8el 6c >iilre > avgnt ^ue 6c Ics lsmer. veu souvcnt per cxpcriencc, czve tous Icz grains ci^. blc6, czucnous avions sinli prepere? , poussoient ckacun pluscls cieux ccnts lizcs s la roncle 6c avoicnt tant cl'cspic8, c^ui ctioicnt rcmpli ä' uns cc>r»fu5ic»n scimi-rable cle^rsin« cle mesms cspcce. Welches ich dar-um V0N Wort zu Wort ins Teutsch versetzen will /damit der Leser nicht glaube/ ich hätte der Sachen zuviel gethan. Diß (sagter) ist ein wunderlichesGeheimniß/zu Vermehrung des Getrayds/ daß manes in einer gewissen Lauge weichen lasse, darein Salitergelegt ist/ehe als man es säet. Ich Habs offt aus Er-fahrung gesehen/ daß alle auf diese Weise vorbereiteteSaam-Körnlein/ jedes derselben mehr als 200. Häl-me oder Stengel geschossr/ und rund herum ausae-triebenhat/auch so viel Aehren gehabt/ die mit Kor-nern dieser Art wunderlich ausgefüllt und angeschopptgewesen.
Also auch (sagt Herz Böckler ferner) schöne GraS-Wiesen zu zeugen: Nimmt man des obigen geflossenenSalpeters kleine Stücklein einer Erbsen groß / zu ei-nem Iuchart l o. Pfund des Salpeters/vermengt sol-ches unter ein andere Erden/ so nicht steinicht ist/ undsaet sie mit derHand/wie man sonsten pflegt die Früchteaus zu säen/ hin und her/und gleich darauf Heublumenoder Kleesaamen/ und lässets also stehen/es bedarfwei-ter keines Dungens noch Wässerung ;so bekommt mandas schönste Kleegras/ und vertreibet alles Moos undsaures Gras von Grund hinweg.
cäv. xxiv.
Was bey dem Samnc» i nsgemein zu bedencken.
>^Er wol erndten will/muß auch gutenSaamenanbauen/denn ohn diesem/ ist das andere nicht^zu hoffen/dader einHausvmter vomemlich sei-nerFelderBeschassenheit undEigen^chasst erlernen sol-
men allzeit in drey oder vierJahren sonderlich in feuchten Gründen/ zu verwechseln/ und einen andern / dochreinen guten/und von einem schlechtem/ doch eine oderzwo Tagreise davon eintlegenen Ort hergebrachten
le/ welcher Saamen wol / mittelmassig oder gar nicht Saamen/ zu besprengen; dann was aus einem guten
gerathe/damit er sich darnach richten und seine Mühe Feld in ein schlechters kommt/gedeyet nicht so wol/ als
nicht vergeblich anlegen möge ;ob es lieber Waitz oder was aus einem schlechten in ein bessers Land; aus einem
Korn/Habern oderGersten/Erbsen/oder Wicken tra- kalten Ort gegen Mitternacht gewachsen ineinSome-
ae;ob man ihn viel oder wenig Samen geben/früh oder'pat/ nachdem er gegen Mittag oder Mitternacht gele-gen/ ansäen müsse; item/daß er Fleiß ankehre/denSaa-
II.
rischen; aus einem übelgedungten Acker in ein trachti-gen zesäet wird.
In ^«isccll durios'.^nno z. Oblcrv. wird aus des
Herm