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vier Fehlerquellen schaffen ein Chaos, dem man hilflos gegenübersteht,weil man nie wissen kann, aus welcher Quelle ein Fehler stammt.Gründlich hätte dieser Wirrwarr nur dann behoben werden können,wenn es möglich gewesen wäre, alle hier verzeichneten Handschrifteneinzusehen und von neuem zu katalogisieren. Eine solche Radikalkurwar aber leider unmöglich, nicht bloß weil eine beträchtliche Zahl dieserHandschriften längst zugrunde gegangen oder wenigstens verschollenist, sondern weil zur Katalogisierung der noch nachweisbaren die gründ-liche Durcharbeitung aller hier in Betracht kommenden Bibliothekennotwendig gewesen wäre, eine Arbeit, die ein einzelner nicht bewältigenkann, weil ein Menschenleben dazu nicht ausreicht. Was dagegen imBereich der Möglichkeit lag, die sorgfältige Vergleichung der gedrucktvorliegenden Kataloge der niederösterreichischen Handschriftensamm-lungen mit den Angaben der alten Bücherlisten, ist gewissenhaft ge-leistet worden. Gute Ausbeute lieferten dabei die in den Xenia Bern-hardina veröffentlichten Kataloge der drei Zisterzienserstifter Heiligen-kreuz, Lilienfeld und Zwettl, ebenso Hübls Katalog des Wiener Schotten-klosters; von den Bibliotheken Klosterneuburg und Melk dagegenstanden nur unvollständige Handschriftenverzeiclmisse zu Gebote: derim Jahre 1889 erschienene erste Band des Melker Katalogs hat seit3o Jahren keine Fortsetzung erhalten und man ist daher auf dieunzulänglichen Notizen in Martin Kropffs Bibliotheca Mellicensis an-gewiesen; vom Klosterneuburger Katalog ist zwar vor kurzem der ersteBand erschienen, doch fehlt auch hier noch mehr als Dreiviertel desdortigen Handschriftenschatzes. Für die vielen Aggsbacher Handschriften,die sich gegenwärtig in der Wiener Nationalbibliothek befinden, wurdendie Tabulae codicum der letzteren ebenfalls mit gutem Erfolg verglichen.Auf diese Weise ist es zwar nicht gelungen, alle Rätsel, die die altenBücherverzeichnisse aufgeben, zu lösen, doch mag es schon als einGewinn gewertet werden, wenn viele Schwierigkeiten behoben wurden.Werden dereinst die Melker und Klosterneuburger Kataloge vollständigveröffentlicht sein, dann wird es freilich nicht schwer fallen, nochmanches zu berichtigen, was jetzt auch einem zweiten Odipus zu erratenunmöglich gewesen wäre. Erfreulich und aufmunternd war die sichereAussicht auf unausbleibliche Richtigstellungen für den, der dieses Re-gister unter so ungünstigen Umständen zu bearbeiten hatte, geradenicht, und er hätte die Arbeit gar oft im Stiche gelassen, wenn er sichnicht die goldenen Worte von Ottokar Lorenz, der Forscher müsseden Mut der Fehlbarkeit besitzen, immer wieder vor Augen gehaltenhätte.
Was nun die Anlage des Registers betrifft, so wurden dabei fol-gende Grundsätze beobachtet: