nichts sagen, weil man gegen die Mode ja doch nuneinmal nicht ankommen kann, denn es ist ja doch nureine Mode, da seit Menschengedenken die Frauen inchristlichen Landen nie Beinkleider getragen habenund gesunder waren als jetzt, wo sogar die srüher sofrischen Bauernmädchen an Bleichsucht leiden! ^ welchesonst als ein trauriges Vorrecht der höheren, verweich-lichten Stände galt. Nächstens werden sie auch wohlsalsche Zähne haben, falsche Haare haben sie ja schon.
Für Arbeitschürzen hat man am Niederrheingewöhnlich blaues Leinen, welches etwas theurer ist alsdas graue, von dem die Schürze aus 70 bis 80 Pfennigkommt, während eine blaue etwa eine Mark kostet.Billigere Stosse zu nehmen, ist nicht rathsam, weil sienicht haltbar genug sind. Alle diese Schürzen macheman mit Spitteln und Latz, außer denen für die gröbsteArbeit, welche man wie die Schürzen der Handwerkeranfertigt, nämlich: man nehme ein länglich viereckigesStück Zeug von gehöriger Länge und Breite und säumees oben und unten, schlage dann sür den Latz, oben anjeder Seite, ein Dreieck des Stoffes, nähe es fest undfetze zu Anfang und Ende des Latzes Bindebänder an.
Zu Hausschürzen pflegt man Siamaifen oderKattun zu nehmen; sehr hübsch, auch sür Kleider, istGhingham (Meter, 100 Ceutimeter breit, eine Mark).Für Sonntag habe man eine gute schwarze Schürzenud überhaupt sind duukle Schürzen praktisch, weil selbstein verwaschenes Kleid dadurch gehoben "wird.
Hemden. Man kann außer Leinen auch ganzgut baumwollenen Stoff dazu nehmen und aus Er-fahrung ist besonders das Elsässer Haustuch,welches man, 88 Centimeter breit, starksädig und kräftig,fchon zu 50 Pfennig das Nieter erhält, zu empfehlen.