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Eigner Herd : guter Rath für junge Hausfrauen und solche, die es werden wollen ; Leben und Haushalt im Volke
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gehörige Gegenstand war immer und zu jeder Zeit iutadellosem Zustande. Die Kinder dieser Familie gingenfortwährend sauber gekleidet und ihr Anzug zeigte uieSchäden. Es gab keine zerrissenen Strümpse bei denKleinen, keine abgesprungenen Hemdenknöpfe an derWäsche des Mannes, keine zusammen geknüpften Rock-bänder bei der Frau. Alles, was zum Gebrauche derFamilie benutzt wurde, war fortwährend in der Ver-sassung, in der es von Rechtswegen sein muß. Dabeilas die muntere und gewandte vanssian noch Mancherleiund wußte über hundert Dinge Bescheid zu geben, dieihren Standesgenossinnen böhmische Dörfer waren. Dieandern Hausfrauen des Stadtviertels, auch solche, dieweniger Kinder ihr eigen nannten, kamen überhauptgar nicht zum Lesen und auch im Uebrigen ^ so klapptedas ganze Getriebe nicht, wie bei der Frau des Schreiner-meisters. Woher siennrdieZeitdazunahm?Das war die Frage, die bei jedem Kaffeekränzchen undbei jedem Waschfaß erörtert wurde. Aber sie war ebennicht z» lösen.

Ich gestehe, daß auch ich diese Frage oft ausge-worfen habe. Anch ich kam trotz vielen Nachdenkenszu keinem Resultate. Woher nahm die Frau die Zeit,dies Alles wie am Schnürchen zu haben ? Einst sragteich sie geradezu darnach. Da lachte sie sröhlich.KönnenSie sich das nicht denken?" meinte sie schalkhaft undfind doch eine fo kluge Dame! Sehen Sie, diese Kunstist das Erbtheil vou meiner Mutter nnd überhaupt daseinzige Erbtheil, das ich meinem Manne zugebrachthabe, aber es trägt gute Zinsen. Wenn der Abendherein gebrochen und meine kleine Bande zu Bett ge-bracht ist, mein Mann sein Glas Bier trinkt, dannnehme ich jedes am Tage beschädigte Stück ans meiner