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Eigner Herd : guter Rath für junge Hausfrauen und solche, die es werden wollen ; Leben und Haushalt im Volke
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bisweilen ein kleines Häuschen mit Hof und Gartenfür sich allein bekommen, aber in der Stadt gilt esrecht vorsichtig und umsichtig bei der Wahl einer Wohnungzu verfahren, die vor allem gesund und besonders hellund trocken sein sollte, ferner für das Geschäft desMauues nicht zu entlegen, wo möglich nicht zu vieleTreppen, nicht zu viele Mitbewohner, kurz, es ist darecht Vieles zu berücksichtigen, weil es geradezu eineLebensfrage ist. Man spare daher lieber an manchemanderen und wird durch eine gesunde, freundliche Wohnunghernach an Doktor und Apoiheker sparen und der Mannin solcher Wohuuug auch immer gern verweilen, be-sonders wenn sie stets recht reinlich gehalten und,nach Vermögen, ausgeschmückt ist-' Ein paar Bilderneben dem Spiegel, eiu paar Blumentöpfe am Fenster,sind ja doch leicht beschafft; ein Crucifix sollte in keinerchristlichen Familie fehlen und sehr schöu spricht sich dersromme Dichter Seidl darüber aus:

Es hängt'zu meines Bettes Häupten,

Ein schlicht nnd einfach Christnsbild,

Des Mittlers Antlitz ist so heilig,

Sein Blick s^> schmerzvoll nnd so mild.

Oft wenn ich Nachts, wenn alle schliefen,

Der letzte leis' ins Zimmer schlich,

Dacht' ich, dem milden Blick begegnend,

Mein Heiland sieht herab ans mich.

Wenn in der Krankheit Meberglnthen,

Ans meinem Bett ich stöhnend lag,

Und inigeduldig, Stund nm Stunde,

Nachzählte jeden Glockenschlag;

Da blickt' ich auf zu jenem Dulder,

Der so viel mehr noch litt als ich,

Und fühlte Trost in dem Gedanken,

Mein Heiland sieht herab anf mich.