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Eigner Herd : guter Rath für junge Hausfrauen und solche, die es werden wollen ; Leben und Haushalt im Volke
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die jungen Dienstmädchen dies früh genug bedenkenuud was sie von ihrem Lohn nicht wirklich bedürfen,in die Sparkaffe bringen.

Ein nettes Mädchen ist auch im einfachsten An-züge hübsch und gewöhnlich hübscher, als in einem überihrem Stande, den sie manchmal gar nicht zu tragenweiß. Auf dem Marktplatze zu Düsseldorf sah ich ein-mal ein Dienstmädchen, welches am Arm einen großenKorb mit Gemüse und in der einen Hand zwei Hühnerhatte; iu der andern Hand einen Sonnenschirm undauf dem Kopf einen Hut mit zwei Federn! MeinBegleiter lachte laut auf, ich aber Hütte weinen mögenund erfuhr hernach auch noch, daß diese Närrin eineblutarme, kränkliche Mutter habe, derer sie sich schämeund sich nicht um sie kümmere! Anch bringt über-triebener Putz die juugen Mädchen, besonders wenn siehübsch sind, leicht in entehrenden Verdacht,

Ich habe die Frende gehabt, daß die Mehrzahlmeiner Dienstmädchen meinen guten Rath in dieserBeziehung annahmen, jedoch in verschiedener Weise aus-führten, Die Meisten brachten alles Erübrigte sofortin die Sparkasse und das ist ja auch wohl das Beste,weil sicher bewahrt und Zinsen tragend- Andere, welcheschon näher zur Heirath standen, schafften aber gernnach und uach fchou Einiges für den künftigen Hanshaltan, namentlich wenn sich gerade Gelegenheit zu einemoortheilhasten Einkaufe bot, besonders iu Leinwand undähnlichein, welches sie dann in ihren Freistunden ver-arbeiteten und zur Fertigstellung oft noch etwas dazu ge-schenkt erhielten.

Und nun wollen wir denn einmal sehcn, was,auch bei sehr beschränkte Mitteln, für die häuslicheEinrichtung unbedingt nöthig wäre: