Erprobte Hausmittel. 151
5>ann etwas darauf, lasse den Saft, der sich gebildethat, ablaufen und gebe ihn theelöffelvollweise, etwa vierMal den Tag über.
Gegen Blutspeien. Man reibe von Quittendas Wollige ab, mache das Kernhaus heraus, schneidesie in dünne Stücke und blanschiere sie, jedoch nicht zuweich, gieße das Wasser ab und decke die Quitten zu,damit sie möglichst warin bleiben; presse sie dann durch«in Tuch und nehme zu je Kilo Saft ^ Kilo kleingeschlagenen, feinsten Zucker, lasse es einige Mal zusam-men aufkochen und schäume es wohl ab, fülle es in«rwärmte Flaschen und bewahre es wie andere Säfte.
Beim Gebrauche mischt man ein Viertel davon mit5>rei Viertel Wasser; es ist ein sehr angenehmes Ge-tränk und stillt das Blutspeien sofort.
Anch Salz ist heilsam; man löst einen Eßlöffel volldavon in einein Wasserglase mit warmem Wasser aufAnd läßt es lauwarm trinken.
Gegen Halsweh. Man bringe schwarzeJohannisbeeren mit etwas Wasser zu Feuer,lasse sie einige Mal aufkochen, bis sie aufgesprungensind und thue sie dann auf ein Sieb, wo man sie einivenig pressen kann, damit der Saft besser abfließe; kochenun auf 500 Gr. Saft, 500 Gr. Zucker, nach kurzerFäden Art (zweiter Grad) und gebe den Saft dazu,koche ihn fünf Minuten lang, während dessen man ihn.abschäumt und gieße die Gelee in nicht zu große Gläser,weil sie sich, angebrochen, nicht gut hält.
Bei Halsweh verrührt man einen Eßlöffel dieserGelee (Kassisgelee) mit ^ Liter kochenden Wassersimd trinkt davon den Tag über, ^ Liter etwa für den-ganzen Tag, stets warm.
Auch der bei „Husteu" angegebene Salbei-Theeist bei Halsweh sehr zu empfehlen, um sich damit zugurgeln, wohl zwanzig Mal den Tag.
Qder man bereibe ein Stück Flanell auf beidenSeitei; stark mit einem Stück Kampfer und binde es wäh-