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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
Entstehung
Seite
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26 Neinigen und Ordnen der Zimmer.

Nadel glatt an die Vorhänge in die Höhe, damit siebeim Neinigen des Fußbodens nicht beschmutzt werden.

Gute Tapeten, an welchen die Farben nicht abge-wischt werden können, pflegt man alljährlich einmal vonoben nach unten abzureiben und dazu dicke Scheibenvon zwei Tage altem Grau- oder Weißbrot zu benutzen,welches man, so oft es schmutzig wird, wegwirft unddurchaus nicht weiter, etwa als Futter für Tiere, ge-brauchen darf. Gute Tapeten werden darnach wie neuund ich will dabei bemerken, daß man in eigener Woh-nung keine von den jetzt üblichen, überaus wohlfeilenTapeten nehmen solle, die nur kurze Zeit halten. DieZimmerdecke (Plafond) wird in ähnlicher Weise abgerieben.

Reinigen des Oelanstrichs. Man bedienesich dazu nur warmen Regenwassers und eines reinenwollenen Lappens, womit man ihn kräftig abwascht,mit einem Schwamm und Negenwasser klar nachwaschtund mit einem sehr reinen, stark ausgerungenen Tucheabtrocknet. Ist der Anstrich sehr schmutzig, so nehmeman unter das Negenwasser den zehnten Teil an Sal-miakgeist; Seife ist nicht gut.

Fensterputze n. Man stäube die Fensterscheibenzuerst ab, wasche sie dam? mit klarem Wasser und einemSchwamm rein und reibe sie hieraus mit dem Fenster-leder, welches man in anderm, reinem Wasser starkausgerungen hat, kann aber auch, anstatt Schwammund Fensterleder, den Schmutz mit einigen Stücken an-gefeuchteten Zeitungspapiers wegnehmen und mit trocke-uem Papier nachreiben. Kalkspritzen entfernt man mitsehr scharfem Essig. Bei Sonnenschein dürfen Fensternie geputzt werden, weil das Glas dadurch blind undfleckig würde. Ganz besonders schön und klar wird dasGlas durch Putzen mit Kreide. S.Putzen derSpiegel." Um die Fensterscheiben länger rein zu er-halten, wische man jeden Morgen mit einem weichenTuche den Schweiß ab, und um gefrorene Fensterschei-ben rasch aufzutauen, tauche man einen Schwamm in ein