Trauer.
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mit allen Ceromonien des vollständigsten Kirchen-Gebrauchesbegraben. Eine Menge von Leuten folgten zu Fuss und zuWagen dem Leichenzuge bis zum Kirchhofe des Pere laChaise. Sein Lob war in Aller Munde, und als eine befreundeteStimme auf dem Grabe eine rührende Anrede hielt, fand sieein Echo im Herzen aller Anwesenden.
Herminie war von einem so grossen und unerwartetenUnglück niedergeschmettert; sie hatte zwar weder Convul-sionen, noch Zuckungen, noch verbarg sie ihren Schmerzim Bette, aber Eie beweinte ihren Vater mit so viel Hin-gebung, Bitterkeit und Beständigkeit, dass ihre Freundehofften, das Uebermaass des Schmerzes werde auch seineHeilung sein. Wir sind nicht gestählt genug, um lange Zeiteinen so lebhaften Schmerz zu ertragen.
Die Zeit hat also auch auf dieses junge Herz ihreWirkung geübt. Herminie kann ihren Vater nennen, ohnein Thränen zu zerfliessen, aber sie spricht von ihm mit einerso zarten Frömmigkeit, einem so naiven Bedauern, einer sothätigen Liebe und mit so inniger Betonung, dass es un-möglich ist, sie zu hören, ohne ihre Rührung zu theilen.
Glücklich derjenige, dem Herminie einst das B,echt gebenwird, sie zu begleiten, und mit ihr einen Todtenkranz aufdas Grab ihres Vaters zu legen.
Man sieht jeden Sonntag bei der Mittagsmesse in einerSeitencapelle der Kirche ein grosses junges Mädchen,von einer älteren Dame begleitet. Ihr Wuchs ist reizend,aber ein dichter Schleier verbirgt das Gesicht. Doch müssenihre Züge bekannt sein, denn man sieht rings um die Ca-pelle eine Menge junger Frommen neuem Datums, diealle sehr wohlgekleidet und wovon Einige sehr hübscheLeute sind.
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Zug einer reichen Erbin.
147. Als ich eines Tages von der Friedensstrasse nachdem Platze Vendome ging, wurde ich durch den Zug der