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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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Lieferanten.

aus dem Hause der Frau Migneron *), wo es in Pension war.Die Dame begleitete meistens ihren Zögling; bei jedem Be-suche zeigte das Töeliterchen neue Reize, sie betete ihrenVater an, und wenn er sie mit einem Kusse auf die Stirnsegnete, so gab es auf der ganzen Welt keine glücklichereMenschen.

Borose trug beständig Sorge, den Aufwand, den er fürseinen Tisch machte, auch für die Moral nützlich zumachen.

Er vertraute sich nur denjenigen Lieferanten an, welchesich durch ihre Loyalität hinsichtlich der Güte der Waarenund der Massigkeit der Preise auszeichneten; er rühmteund unterstützte sie im Nothfalle, denn er pflegte zu sagen,dass die Leute, welche zu sehr beeilt sind, ein Vermögenzu erwerben, meistens hinsichtlich der Wahl der Mittel we-nig Bedenken trügen.

Sein Weinhändler wurde schnell reich, weil man ihmnachrühmte, dass er nicht mische, eine Eigenschaft, dieschon bei den Athenern zur Zeit des Perikles selten war,und die auch im 19. Jahrhundert nicht häufig ist.

Man glaubt, dass er durch seinen Rath das Benehmenvon Hurbain, einem Speisewirth im Palais Royal, leitete,bei dem man für 2 Franken ein Mittagsessen findet, dasman anderwärts doppelt so theuer bezahlt, und der um sosicherer zu Vermögen kommen wird, als die Menge bei ihmim directen Verhältnisse zur Massigkeit seiner Preise an-wächst.

Die von der Tafel abgehobenen Schüsseln wurden nichtder Dienerschaft überlassen, welche reichlich dafür entschä-

*) Frau Migneron-Remy leitet im Faubourg du Eoule, Valois-strasse Nr. 4, eine Erziehungsanstalt, die unter der Protection derHerzogin von Orleans steht, — das Loeal ist prächtig, die Haltungvollkommen, der Ton vortrefflich, die Lehrer die besten von Paris,und was den Professor am meisten rührt, ist dass bei so vielenVortheilen dennoch der Preis so gestellt ist, dass selbst bescheideneVermögen ihn zahlen können.