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Orientalische Gastmahle.
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waren; man konnte das Fleisch zubereiten, die Gemüsekochen, man hatte Fleischbrühe, Saucen, Geleen. Alle dieseDinge bedingen sich gegenseitig.
Die ältesten Bücher, die uns geblieben sind, erwähnenehrenvoll die Festmahle der orientalischen Könige. Es istleicht glaublich, dass Monarchen, die über so fruchtbareLänder herrschten, welche Gewürze und Wohlgerüche her-vorbrachten, auch eine reiche Tafel führten; wir kennen aberdie Einzelheiten nicht. Man weiss nur, dass Cadmos, derin Griechenland die Buchstabenschrift einführte, Koch desKönigs von Sidon gewesen war.
Die Gewohnheit, die Esstische mit Betten zu umgebenund liegend zu speisen, wurde bei wollüstigen und verweich-lichten Völkern eingeführt. Diese Verfeinerung, die anSchwäche grenzt, wurde nicht überall gut aufgenommen.Die Völker, welche Kraft und Muth besonders hoch schätz-ten und bei denen die Frugalität als eine Tugend galt, wie-sen sie lange von sich, aber die Gewohnheit griff in Athendurch und wurde so allmälig Sitte in der civilisirten Welt.
Die Küche und ihre Genüsse standen sehr hoch bei denAthenern, die ein elegantes und neuerungssüchtiges Volkwaren. Die Könige, die reichen Privatleute, die Dichterund Gelehrten gaben das Beispiel, und selbst die Philosophenglaubten, Genüsse nicht zurückweisen zu dürfen, die imSchoosse der Natur geschöpft wurden.
Nach dem, was man in den alten Autoren liest, kannman nicht zweifeln, dass ihre Mahlzeiten wahre Feste waren.
Die Jagd, der Fischfang und der Handel verschafftenihnen einen grossen Theil der Gegenstände, die noch jetztfür vortrefflich gelten, und die Concurrenz erzeugte selbstsehr theure Preise. Alle Künste trugen zur Verschönerungihrer Mahlzeiten bei, bei welchen die Gäste auf mit reichenPurpurteppichen bedeckten Betten um die Tische lagerten.
Man gab sich Mühe, den Werth einer guten Mahlzeitdurch eine angenehme Unterhaltung zu erhöhen, und dieTischgespräche wurden eine Wissenschaft.