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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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Träume.

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Erscheinungen der Träume.

92. Gewisse seltene Erscheinungen begleiten zuweilenden Schlaf und die Träume. Ihre Untersuchung kann denFortschritten der Wissenschaft dienstlich sein, deshalbzeichne ich hier drei Beobachtungen auf, die ich unter an-dern, während des Laufes eines langen Lebens an mir selbstin der Stille der Nacht machen konnte.

Erste Beobachtung.

Ich träumte in einer Nacht, dass ich das Geheimnissgefunden hätte, mich von den Gesetzen der Schwere zu be-freien, so dass mein Körper mit gleicher Leichtigkeit nachmeinem Willen im Kaume sich heben und senken, auf- undabsteigen konnte.

Dieser Zustand entzückte mich; vielleicht haben Andereschon ähnliche Träume gehabt, aber was mir eigenthümlichvorkömmt, ist, dass ich mich erinnere, mir selbst ganz deut-lich (so schien es mir wenigstens) der Mittel bewusst ge-wesen zu sein, die mich zu diesem Ziele hatten gelangenlassen und dass diese Mittel mir so einfach schienen, dassich mich wunderte, warum sie nicht früher entdeckt wor-den seien.

Beim Erwachen verschwand mir dieser erläuternde Theildes Traumes gänzlich und nur der Schluss blieb mir im Ge-dächtniss. Seit dieser Zeit aber bin ich fest überzeugt, dassfrüher oder später ein grosser Geist diese Entdeckung machenwird und für diesen Fall zeichne ich meine Ansprüche hierauf.

Zweite Beobachtung.

93. Vor einigen Monaten hatte ich im Schlafe einganz ausserordentliches Wollustgefühl. Es bestand in einemwunderbaren Beben aller Theile, die mein Wesen zusammen-