⸸148⸸antreffen. Im Herbst ist es auch nicht ohne Ge-fahr, Bienen zu kauffen, dan erstens müssen siedie Nahrung missen, deren sie gewohnt, undzweitens kan ein kalter Winter kommen, wodurchder König mit dem Volk erfrieret, und derKäufer vor sein Geld nichts behalt als Wachsund Hönig, nebst dem Korb. Im Wintermüssen die Bienen gar nicht gerührt werden, danda mangelt ihnen dasjenige, womit sie ihre Körb-wieder an das Unterbrett befestigen, und sichvor die nie dringende Kälte bewahren können.So bleibt also die Frühlingszeit die bestezu diesem Handel. Dan währendem Winterhaben sie ohnehin den Ausflug ziemlich vergessen,und müssen sich üben denselben von neuem zu ler-nen. Man kan nach dem Winter sehen, obRathen, Hönig und Bienen noch gut sind,weilen einige zwarn gut in den Winter kommen;aber matt und elend wieder heraus. Man be-fleißige sich also tüchtige Bienen zu kauffen, welchenicht zu jung noch zu alt sind. Die in denKörben, welche zwanzig Pfund und darüber schwersind, kan man sicher kauffen; hingegen die garalte Bienen so wohl in Stöcken als Körben, wansie schon voll Hönig und Volk sind, muß mannicht kauffen, dan es ist um ein oder zwei Jahrzu thuen, so sind sie hin wie die alte Kühe undPferde. Die jungen Bienen erkennet man (1)am Korb oder Stock, sind dieselbe noch neu,so können die Bienen nicht lange darin gewohnethaben. Weilen man aber auch oft alte Stöckoder
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Vollständige Anleitung, zu einer ganz vollkommenen, Bienenzucht : Worin Von der ganzen Bienenzucht, von ihren Krankheiten, und Heylungs-Mitteln ausführlich gehandelt, und angezeigt wird, wie das bishero eingeführt gewesene tödten der Bienen mit Schwefel zu verhüten, und die Bienen bey Leben erhalten werden ; Zum allgemeinen Nutzen für den Landmann aus viel jähriger Erfahrung
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