Druckschrift 
6 (1889) Quellen zur Geschichte der Fürstenbergischen Lande in Schwaben vom Jahre 1360 - 1469
Entstehung
Seite
438
Einzelbild herunterladen
 

438

1464.

bliben s&lt, habe gedacht, bin ich uf sein fürgeben der von Werdenberg viend, und darnach Hans von Eech-

berg säl. min helfer worden; und so ich mich habe understanden, die vintschaft zu gebruchen, hat er im

kurczlich darnach fürgenomen und ist min und miner helfer vinde worden und sich understanden, mir und min

helfern libe und gut anzugewinnen. Und so ich mich bedencke und tftfe ergründe, was in so lichtiglich

möge beweget haben, das er des verschriben, versigelten und verwilgten friden, ouch siner zusagung abge-

tretten sey, zelle ich für Ursache, er möchte darinne betrachtet haben, wie er zwolftusend guldin, darumb

er mit sampt andern herren, ritter und knechten mitgeweren und bürgen verschriben ist gegen Wilhelmen

von Eechberg, dem jungern, miuem öheym, uff verporgen schein, mochte durchstrichen, das er doch nicht

fürhaben mage, wer des grunds underricht ist oder wird. Und als er sölichs hat understanden und ouch

hern Eberhart grave zu Wirtenberg und zu Hümpelgart sich annemen tat, den Werdenbergeschen wider

mich bistand c ) zu tünd, hab ich im geschriben, das er mich gegen minem widertaile verhören soll, so wolle

ich im zu erkennen geben, das minthalben von im und sinen raten genczlich kain unfüg mochte gepruffte

werden, sonder ich welle als denn zu tagen min antwort so völlig stellen, das es mir in kain wege zu

verkeren niüge angesehen werden. Und das hab ich nicht allain zu ainem male, sonder uf das aller flissi-

gest zum vierden [male] geton. Und als mir das zu kainer erschiessung vervahen mocht, hab ich mich

rechtlich erbotten für sin aigen person und sein rate oder allain für sein rate zu komen und in allda uinb

ir anforderung tun, was ich inen von eren und rechts wegen in unbedingten rechten schuldig und pflichtig

wirde. Hans von Eechberg säl. und ich haben uns ouch in gemain erbotten für baide hern Ulrichen und

hern Eberharten, graven zu Wirtemberg, ir aigen personen und ir rate ze komen oder allain für ir rate

oder ir ainen besunder oder ir rate und in alda in unbedingtem rechten tun, was wir in von eren und

rechts wegen schuldig und pflichtig werden , und sy des wider rechten unser ervordrung halben dißmals

vertragen, desglichen für die . . . fürsten und ander . . . herren, nämlich hern Petern der hl. Eöm. kirchen

cardinale und bischoffen zu Augspurg, hern Eüprechten bischoffen zu Strauspurg, landgraven zu Elsaß,

hern Burkarten bischoffen zu Costentz, hern Fridrichen phalczgraven by Eine . . ., hern Ludwigen phalcz-

e

graven bey Eine, herczogen in Nidern und Obern Bayern, hern Sigmunden herczogen zu Osterrich, hernAlbrechten margraven zu Brannpurg und burgraven [zu] Nüremperg, hern Carln margraven zu Baden undgraven zu Spanheym, wölichen sy wollen, und ir gnaden rate, hern Sigmunden graven zu Hohemburg,junckher Symone von Stoffeln, hern Thüringen von Halwilr, ritter, landvogt, hoptinan und gemaine ritter-schaft der gesellschaft an der Thonow; die fürsichtigen . . . maister, burgermaister und rate des hl. richsstett aine: Strasburg, Nurenberg, Augspurg, Basel, Costentz, Ulme, Überlingen, Eotwil oder Esslingen; fürwelichen ritter und knecht im lande zu Swaben oder Francken sy wollen, der ain als ain gemainen mitglichem zusacze, das sy alles haben in Verachtung gesaczt. Und als mich der vorgenant min gnediger her,herczog Sigmund jeczund [zu] Eatolfszell geneigt d ) hat, hab ich mich vor siner gnaden und raten erpotten,das ich sölicher miner vorgemelter erpietung noch hüt zu tagen nach komen und dem gnüg tun wolle ouchvor siner fürstlichen gnaden und siner gnaden raten stille steen und von miner widerparthy rechte nemenund geben nach Ordnung des rechten und wie recht ist unverdingt, doch achte und ban hindan gestellet,oder das sy gancz kain ußgang darwider mögen erdencken noch fürhalten, in sölicher forme, uf welichenchurfürsten, fürsten, graven, fryen herrn, ritter, knechte, des hl. richs oder hern stette, oder welchen un-partischen biderman sy mir benemmen, und sy selbs erdencken mügen: das alles hat mich nicht mögen ver-vahen, sonder es ist und wird von in alles in Verachtung gesaczt und wollen ye understan iren gewaltean mir zu vollebringen und mich zu vertriben. Und bekriegt mich her Ulrich grave zu Wirtenberg widerere und recht und über verschribung, briefe und insigel, und her Eberhart grave zu Wirtemberg, dieWerdenbergeschen und ir anhange wider recht, das ich mich mit hilfe des almächtigen nach minem ver-mögen uffhalten will, und bit üwer füerstlich gnade als ain regierenden landfürsten des hl. richs mit unter-tenigem vleiLi, sölich angelegten gewalt, der wider die gesaczt und recht an mich und min parthy gelegtist und beharret wird, zu herczen nemen und minen widerwertigen, ob an üch ander maynung angebrachtwurde, nicht zu geloben. Ob ouch yemand uss üwerm fürstenthümb ir diener oder helfere vinde werdenweit, das nicht ze gestatten, und welle sich üwer fürstlich gnade dem rechten zu bystande und merung,