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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
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1485.

1485, Jan. 6.

Innsbruck.

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HS1

48. Graf Hainrich von Fürstenberg der jüngere bekennt, dass ihn Erzherzog Sig-

mund zu Österreich unter Zusicherung eines jährlichen Soldes von 200 Gulden rhein.oder so viel Münze dafür, als je der Gulden gilt, auf Widerruf als Rath aufgenommenhat, gelobt seiner Gnaden von Haus aus mit Knechten und Pferden wohlgerüstet zuwarten und zu dienen, sich auch in seiner Gnaden Geschäften auf dessen oder seinerHauptleute Erfordern wider männiglich, niemanden ausgenommen, brauchen zu lassen,seiner Gnaden Frommen zu fördern, Schacleu zu wenden und Geheimnisse bis in denTod zu verschweigen. Mit Futter und Mahl soll er gehalten werden wie die andernKäthe, redlicher Schaden im Feld gegen den Feind soll ihm ersetzt werden.

Zeugen der Bitte um das Siegel: die edlen, strengen und festen, Herr LorentzWyrsung, Ritter, Marschalk, Sigmund von Neydegk zu Eberhartzeil und Vigili Gnewß,Pfleger zu Hertemberg.

Besehenen zu Insprugg an phintztag nach st. Thomas tag von Kanndelberganno 85 *).

Das aufgedrückte) Siegel des edlen Herrn Jacob von Spawr, Herrn zu Hohenegk, Erbschenken derGrafschaft Tirol.

Pap. Or. Innsbruck.

1) 1486, Febr. 11. stellt Hainrich Graf zu Fürstenberg dem Erzherzog Sigmund zu Oesterreich, nach-dem ihn derselbe von neuem auf die nächsten 6 Jahre mit einem Jahressold von 200 Gulden zu seinem Bathund Diener aufgenommen, einen Dienstrevers aus. Siegelzeugen: der gestrenge und wolgelehrte Victor vonThunn, Hauptmann an der Etsch, Bitter, und Doctor Arestotiles Lewenbeckh. Besehehen zu Hall im Intalan sambstag vor suntag Inuocauit anno etc. 86. Das aufgedrückte Siegel des Grafen Gaudentz von Matsch,Vetters des Ausstellers. Pap. Or. Innsbruck. — Ein Eintrag in den Bepertorien (16. Jahrhdt.) des sogenann-ten Schatzarchives in Innsbruck, t. II, p. 1382, verzeichnet auch: 1486. Quittung auf Erzherzog Sigmund vonGraf Heinrich von Fürstenberg um 100 fl. an seinem Sold. Die Zimmerische Chronik (ed. Barack, 1, 487)nennt den Grafen Heinrich zum selben Jahre als tirolischen Kanzler am Hofe Herzog Sigmunds anwesend.Ein Verzeichniss aus dem k. k. geh. Haus-, Hof- und Staatsarchive in Wien, (Archiv f. Österreich. Geschichte,LI, S. 440) enthält unter 1486: Heinrich Graf von Fürstenberg hat 200 fl. Provision aus der landesfürstlichen(österreichischen) Kammer.

1485, Febr. 12.

49. Schuldheiss, Rath und Gemeinde von Wolf ach stiften aus Dank für die vom GrafenHeinrich zu Fürstenberg ihnen gemachten Vermächtnisse einen Jahrtag für diesen.

Wir Schultheis, rätt vnd gantze gemeynde der statt zu Wolfach bekennend vnd