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10 Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf.
Ihr Wolken thaut herab des Volkes liebste Gaab;Nach der wir alle dürsten Augusten einen Fürsten.Ein andrer Regen ist, so hier vom Himmel fällt:Die Kinder werden auch dem Manna gleich gezehlt.
Linker Seits wäre gleichfalls eine mit der vorigeneinstimmende Sinn-Bilderische Spitz-Säule; worauf ein mitPalm-Zweigen beflochtener Chur-Hut, und unter diesemauf einer Tafel eine Welt-Kugel, Maass-Stab und Wasser-Wage mit dieser Ober- und Unterschrift:
Dir bleibe Ruhm und Ehr, 0 Fürst zu allen Zeiten,Du kaust gerecht und klug' die Wohlfahrt zubereiten.
Das untere Stockwerk wäre mit dreyen Ehren-Bogensamt ihren Aufsätzen ausnehmend gezieret. Der mittlere17 Fuss hohe Bogen ruhete auf 4 perspectivisch-hinter-einander gestehen Säulen. Der innere Raum wäre mitallen Churfürstlichen kleinen Wapen-Schildern bekleydet,und mit feurig-scheinenden Gläsernen Kugeln beleuchtet.
Die äussere Lapis-lazulirte Säulen befanden sich mit260 Lichtern erhellet; und der ganze Bogen umfassetedas in vergoldetem Schnitz-Werk 7 Fuss hoch und 6 Fussbreit vorgestellete Churf. Wapen.
Die beyderseitige Neben-Ehren-Bogen 14 Schuhe hochwaren mit 300 Lichter beleuchtet. Und nebst noch andernZierrathen läse man über der Thür nachfolgendes mitLichtern und Rocaille- oder Muschel-Werk umsetzterCarmen Heroicum:
Wie schön ist, wan man sagt, lind mit den Fingern weiset:Schau, Dussel, dieser ist. der dich mit Wohlfahrt speiset!
Den Besitzer hat Haus und Apotheke fernerhin nochoft gewechselt, in späterer Zeit auch den Namen in„Sonnen-Apotheke".
Oestliclie Seite des Marktplatzes.
In No. 8 finden wir bereits 1738 den KaufhändlerSchombart als Besitzer, 1817 betrieb hier Clasen eineEllenwaaren-Handlung en detail. Es gehörte damals derWittwe von Heinrich Korsten. 1837 besitzt und ver-kauft es Heinrich Sotta aus Crefeld.
No.9hiess „zum alten Dom". 1709 verkaufte JohannWilhelm Frantzen den alten Thumb an JosephScholari für 4800 Rthlr., 1724 kaufte Kaufmann StephanBernardi das Haus, das 1738 dem Herrn Forty gehörte.1769 kaufte der Lieutenant Gereon Balthasar Dippydas sog. Forty'sche Haus, zu Beginn dieses Jahrhundertsist es im Besitze des Bürgermeisters Laurenz Cantador,dessen Sohn und Enkel bis in die fünfziger Jahre hier ein
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